Journal Onkologie
Zervixkarzinom

Verbessertes Gesamtüberleben und höhere Ansprechraten

Die Meta-Analyse umfasste 2.857 Patientinnen mit fortgeschrittenem Zervixkarzinom aus den Studien BEATcc, CALLA, KEYNOTE-826 und KEYNOTE-A18. Die Kombinationstherapie führte zu einer Reduktion des Sterberisikos um 30% (Hazard Ratio (HR): 0,70; p <0,00001) und einer Reduktion des Progressionsrisikos um 31% (HR: 0,69; p <0,00001) im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie. Auch die objektive Ansprechrate (ORR) und die Krankheitskontrollrate (DCR) waren mit PIC höher (ORR-RR: 1,11; p = 0,02; DCR-RR: 1,05; p = 0,004).

Besonders ausgeprägt waren die Überlebensvorteile bei Patientinnen mit höherer PD-L1-Expression, was darauf hindeutet, dass die Wirksamkeit der Immuntherapie durch spezifische Biomarker vorhersagbar sein könnte.

Erhöhte Nebenwirkungsrate als Herausforderung

Obwohl die PIC-Therapie klare Überlebensvorteile bietet, ist sie auch mit häufigeren schwerwiegenden Nebenwirkungen (Grad 3–5) verbunden. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Anämie (19,47%), Bluthochdruck (12,65%), verminderte weiße Blutkörperchen (11,76%), Neutropenie (10,99%) und verminderte Neutrophilenzahl (11,38%).

Da fortgeschrittener Gebärmutterhalskrebs oft spät diagnostiziert wird und mit einer schlechten Prognose verbunden ist, könnten Immuntherapien eine entscheidende Rolle in der zukünftigen Behandlung spielen. Dennoch bleibt es essenziell, die höhere Toxizität gegen den therapeutischen Nutzen abzuwägen, um individuell die bestmögliche Behandlungsstrategie zu finden.

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Quelle:

Luo et al. BMC Cancer 2025; 25(450). DOI: https://doi.org/10.1186/s12885-025-13843-4

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