Journal Onkologie

Aktuelles

JOURNAL ONKOLOGIE Podcast
 2 Min|

RIBANNA-Studie: Wie Ribociclib den klinischen Alltag verändert

Brustkrebs ist mit Abstand die häufigste Krebserkrankung bei Frauen – etwa jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens. In dieser Folge des Journal Onkologie Podcasts spricht Dr. med. vet. Astrid Heinl mit Prof. Dr. Peter Fasching (Universitätsklinikum Erlangen), Studienleiter der RIBANNA-Studie, über aktuelle Real-World-Daten zur Erstlinientherapie des fortgeschrittenen Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen (HR+/HER2-) Mammakarzinoms.
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NSCLC
 2 Min|
NSCLC: Kann wirksame PD(L)1-Inhibition auch wirtschaftlich sein?

NSCLC: Kann wirksame PD(L)1-Inhibition auch wirtschaftlich sein?

Zur Behandlung von Patient:innen mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) steht eine Vielzahl von Therapieoptionen zur Verfügung – auch mehrere PD(L)1-Inhibitoren. Neben der Wirksamkeits-Evidenz ist damit auch die Wirtschaftlichkeit relevanter. Das wird durch das im Juli 2026 in Kraft getretene GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz forciert. Ein Spannungsfeld, in dem sich der PD1-Inhibitor Tislelizumab positionieren möchte.
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Ovarialkarzinom
 2 Min|

Platinresistenz beim Ovarialkarzinom: Längeres Überleben bei guter Lebensqualität

Rund 80% der Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom entwickeln im Krankheitsverlauf eine Platinresistenz. Von Bevacizumab und PARP-Inhibitoren bis hin zu ADCs und Immuntherapien hat sich das Therapiespektrum inzwischen deutlich erweitert. Eine frühzeitige Biomarkerbestimmung und die individuelle Therapiewahl unter Berücksichtigung der Lebensqualität sind daher entscheidend.
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Pankreaskarzinom
 10 Min|
Schematische Darstellung eines menschlichen Oberkörpers mit markiertem Pankreas

Moderne Pankreaschirurgie: Standards, Innovationen und Zukunftsperspektiven

Das duktale Adenokarzinom des Pankreas (PDAC) ist eine der aggressivsten und tödlichsten Krebserkrankungen weltweit und wird aufgrund seiner späten, unspezifischen Symptomatik oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert [1]. Die chirurgische Resektion in Kombination mit einer systemischen Chemotherapie stellt bis heute den einzigen potenziell kurativen Therapieansatz dar [2]. Die traditionelle Beantwortung der Frage, wann ein:e Patient:in dem/der Pankreaschirurg:in vorgestellt werden sollte, war historisch betrachtet relativ eindimensional: Eine Vorstellung erfolgte zumeist dann, wenn die präoperative Bildgebung einen lokal resezierbaren Befund ohne Fernmetastasen zeigte, um eine sofortige Operation („Upfront Surgery“) durchzuführen. Dieses Paradigma hat sich in den letzten Jahren fundamental gewandelt. Die moderne Onkochirurgie begreift das Pankreaskarzinom als eine primär systemische Erkrankung, weshalb die chirurgische Vorstellung idealerweise unmittelbar nach der Diagnosestellung in einem interdisziplinären Tumorboard eines spezialisierten High-volume-Zentrums erfolgen sollte [3]. Der Zeitpunkt der tatsächlichen operativen Intervention hat sich jedoch stark individualisiert. Neue Aspekte in der Entscheidungsfindung umfassen die Abkehr von rein anatomischen Resektabilitätskriterien hin zu einem biologischen Verständnis der Erkrankung (das sog. A-B-C-Klassifikationssystem) [4]. Zudem hat die Etablierung effektiver neoadjuvanter Therapien (NAT) bei borderline-resezierbaren und lokal fortgeschrittenen Tumoren dazu geführt, dass Patient:innen, die früher als inoperabel galten, heute durch komplexe gefäßchirurgische Rekonstruktionen oder das „Arterial Divestment“ kurativ operiert werden können [5]. Gleichzeitig erfordern neue operative Zugänge, wie die robotische Pankreaschirurgie (RPD), sowie das essenzielle Management schwerer postoperativer Komplikationen zur Vermeidung eines „Failure to Rescue“, eine strenge Zentralisierung [6]. Dieser Übersichtsartikel diskutiert die neuesten Entwicklungen und Aspekte, die den optimalen Zeitpunkt der chirurgischen Vorstellung und Intervention beim Pankreaskarzinom definieren, anhand von 5 relevanten Hauptthemen.
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Thorakale Tumoren
 14 Min|
Arzt führt CT für Lungenkrebs-Untersuchung durch

Lungenkrebsscreening mit Niedrigdosis-CT in Deutschland: Standardisierte Befundbewertung und Rundherd-Management

Große randomisierte Studien sowie erste etablierte nationale Programme haben für das Lungenkrebsscreening mit ­Niedrigdosis (low-dose)-Computertomographie (LDCT) eine Verschiebung zu früheren Tumorstadien und folglich eine Reduktion der lungenkrebsspezifischen Mortalität gezeigt. Bei geeigneten Einschlusskriterien und standardisierten Abläufen überwiegt der nachgewiesene Nutzen potenzielle Risiken, wie Strahlenexposition, falsch-positive Befunde und Überdiagnosen. Aufbauend auf diesen Vorerfahrungen wurde das Lungenkrebsscreening am 01.04.2026 in Deutschland in die Regelversorgung eingeführt. Definierte Einschlusskriterien und standardisierte Vorgaben für die Durchführung, Befundbewertung und das Management positiver Screeningbefunde wie die Lung-RADS v2022 Kriterien sind zentrale Hebel, um falsch-positive Befunde zu reduzieren und Überdiagnostik zu kontrollieren. Zudem sind Qualitäts­sicherungsmaßnahmen wie Zweitbefundung, interdisziplinäre Fallkonferenzen und der Einsatz computer­assistierter ­Detektionssoftware entscheidend, um die diagnostische Sicherheit zu erhöhen.
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Gastrointestinale Tumoren
 12 Min|
Arzt hält 3D-Modell des kompletten Verdauungstrakts

GIST: Diagnostik, Therapie und interdisziplinäres Management

Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) stellen die am häufigsten vorkommenden Weichteilsarkome des Gastrointes­tinaltrakts dar. Ihren mesenchymalen Ursprung haben die GIST in den sog. Cajal-Zellen, die als Schrittmacherzellen der Peristaltik im Plexus myentericus im Ösophagus, Magen und Darm vorkommen [1, 2]. Aufgrund der typischen Mutationen in den Rezeptortyrosinkinasen KIT oder PDGFRA ist die Durchführung der Immunhistochemie und Molekularpathologie die elementare Voraussetzung sowohl für die Diagnostik und Prognoseabschätzung als auch für die Festlegung der neoadjuvanten oder adjuvanten Therapie bei GIST [3]. Damit stellen diese Weichteilsarkom-Subtypen seit der Entdeckung der KIT-Mutationen in GIST im Jahr 1998 und der Einführung von Imatinib Anfang der 2000er Jahre, welche die GIST-Therapie revolutionierten, seit mehr als 20 Jahren eine Modellerkrankung in der Onkologie für die zielgerichtete Therapie mit Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) dar [3, 4].
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Ösophaguskarzinom
 4 Min|
Schematische Darstellung eines menschlichen Oberkörpers mit orange hervorgehobenem Ösophagus
Kein Standard, aber großes Potenzial durch aktuelle Studien

Von der Radiochemotherapie zur Immunerhaltung: PD-1-Therapie bei Ösophaguskarzinomen

Die kombinierte Radiochemotherapie (RCT) und die Checkpoint-Inhibitoren sind beide für sich genommen etablierte Therapiestrategien in der Behandlung des Ösophaguskarzinoms. Allerdings ist die direkte Kombination der Strahlen- und der Immuntherapie nicht regelhaft vorgesehen. Dennoch könnte gerade die Kombination der beiden Therapien eine wichtige Lücke für nicht operable Patient:innen schließen. Aktuell laufende Studien zeigen in diese Richtung.
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Entitätsübergreifend
 5 Min|
vision zero - gemeinsam gegen Krebs (Logo)

Mehr Patient:innen in klinischen Studien in Deutschland: Zwei Vorschläge für eine Vision Zero

Zu den Zielen von Vision Zero gehört eine bessere Verzahnung von Grundlagenforschung, klinischer Entwicklung und praktischer Anwendung im Gesundheitswesen [1]. Klinische Studien spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie Patient:innen frühzeitig Zugang zu innovativen Therapien ermöglichen. Vor diesem Hintergrund möchten wir einen patienten- und arztzentrierten Ansatz vorstellen, um die Rekrutierung in onkologische Studien in Deutschland zu erhöhen.
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NSCLC
 3 Min|
Interview mit Prof. Dr. med. Wolfgang Schütte, Krankenhaus Martha-Maria, Halle-Dölau

ALK+ NSCLC: Therapiesequenz im Wandel

Die Therapielandschaft beim ALK-positiven nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (ALK+ NSCLC) ist heute so differenziert wie herausfordernd: Mehrere Generationen von Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) stehen zur Verfügung, langjährige Erfahrung trifft auf neue Studiendaten und erwartete Updates. Diese Dynamik macht die praktische Einordnung zur Therapiesequenz zunehmend komplex, was sich nicht nur verstärkt bei Ärztekongressen zeigt, sondern auch bei der Leitlinienüberarbeitung. Prof. Dr. Wolfgang Schütte, Mitgestalter der Leitlinie und Stellvertretender Ärztlicher Direktor am Krankenhaus Martha-Maria, Halle-Dölau, bestätigt: Aktuell gibt es leider noch sehr viele offene Fragen.
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Entitätsübergreifend
 10 Min|
Künstliche Intelligenz (KI). Arzt zeigt auf digitales medizinisches Interface. Text umgeben von Icons, angeordnet im Kreis.
Vertrauen entscheidet, ob aus Wissen vorbeugendes Handeln wird

Wenn Algorithmen unser Leben durchrechnen

Deutschland gibt Milliarden für Gesundheit aus und landet bei der Lebenserwartung in Westeuropa trotzdem fast am Ende des Rankings. Für Ethiker:innen eine „verpasste Präventionschance“. An einem Wintermorgen stehe ich im Flur der Abteilung „Künstliche Intelligenz in der Onkologie“ in Heidelberg. Hinter den Türen: Videokonferenzen, Programmcode, Datensätze. Das Ziel: den Krankheitsverlauf von Millionen Menschen Jahrzehnte im Voraus zu berechnen und Präventionsfenster zu öffnen. Wie viel unserer Zukunft wären wir bereit, auf die Vorhersagen eines Algorithmus zu setzen?
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