Journal Onkologie

Aktuelles

Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg, des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg haben gezeigt, dass die molekulare Klassifizierung von Hirntumoren durch Künstliche Intelligenz wesentlich durch das Mikromilieu im Tumor – insbesondere die eingewanderten Immunzellen – beeinflusst werden kann. Die klassische Gewebebeurteilung durch Anfärbung bestimmter Immunzellmarker gibt daher eine schnelle und präzise Vorschau auf den Tumorgrad. Die Ergebnisse sind aktuell im Fachjournal Nature Genetics erschienen [1].
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Medizin
Management von Übelkeit und Erbrechen unter Zolbetuximab-Therapie: Erkenntnisse aus SPOTLIGHT- und GLOW-Studien

Management von Übelkeit und Erbrechen unter Zolbetuximab-Therapie: Erkenntnisse aus SPOTLIGHT- und GLOW-Studien

Eine kombinierte Analyse der Phase-III-Studien SPOTLIGHT und GLOW zeigt, dass Übelkeit und Erbrechen die häufigsten unerwünschten Ereignisse bei Patient:innen mit Zolbetuximab plus Chemotherapie darstellen. Die Untersuchung ermittelt wirksame Behandlungsstrategien zur Verbesserung der Therapietreue und klinischen Wirksamkeit bei Patient:innen mit fortgeschrittenem Magenkarzinom.
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Gesundheitspolitik

DAK: Hunderttausende Kinder als Passivraucher in Autos

Mehr als 750.000 Kinder und Jugendliche werden nach Zahlen der Krankenkasse DAK in privaten Autos mit Zigarettenrauch belastet. 10,9% der Schulkinder sind oft oder sehr oft Tabakrauch im Auto ausgesetzt, rund 36% manchmal, wie aus dem DAK-Präventionsradar hervorgeht. Das Kieler Institut für Therapie-und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) befragte dazu im Schuljahr 2024/2025 mehr als 26.500 Schüler:innen in 14 Bundesländern. Ein weiteres Ergebnis: Kinder und Jugendliche mit einem niedrigen sozialen Status fahren häufiger in einem privaten Auto mit, in dem geraucht wird, als Minderjährige aus höheren sozialen Schichten.
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Medizin

Umfrage von DGS und DSL zeigt massive Defizite in der Behandlung von Tumorschmerzen

Anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar präsentierten die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) und die Deutsche Schmerzliga (DSL) die Ergebnisse einer bundesweiten Patientenbefragung mit über 12.000 Krebspatient:innen. Die Erhebung offenbart erhebliche Defizite in der schmerzmedizinischen Versorgung: Fast jeder zweite Betroffene leidet trotz moderner Medizin über Jahre hinweg unter tumorbedingten Schmerzen – oft als Langzeitfolge erfolgreicher Tumortherapien.
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Gesundheitspolitik

Patientenschützer fordert genug Sprechstunden

Für schnellere Facharzttermine in Deutschland sieht die Deutsche Stiftung Patientenschutz auch die Ärzt:innen selbst gefordert. Vertraglich zugesichert seien wöchentlich 25 Stunden Präsenzzeiten für Kassenpatient:innen, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Diese müssten auch eingehalten werden. Die Patient:innen stattdessen in Krankenhäusern behandeln zu lassen, gehe wegen deren Überlastung dagegen an der Realität vorbei.
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Medizin
Leberkrebs: Zellstress-Protein ATF6α macht Tumoren für Immuntherapie angreifbar

Leberkrebs: Zellstress-Protein ATF6α macht Tumoren für Immuntherapie angreifbar

Ein zentraler molekularer Mechanismus treibt das Wachstum von Leberzellkrebs an und bremst zugleich die körpereigene Immunabwehr aus. Das veröffentlichte nun ein Team unter Leitung von Forschenden vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), vom Universitätsklinikum Tübingen und vom Sanford Burnham Prebys Medical Discovery Institute in La Jolla, Kalifornien, in der Fachzeitschrift Nature [1]. Die Ergebnisse zeigen aber auch: Genau dieser Mechanismus könnte künftig helfen, Patient:innen zu identifizieren, bei denen Immuntherapien besonders gut wirken – und so neue therapeutische Ansatzpunkte eröffnen.
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Medizin
CHMP empfiehlt Zulassung von Retifanlimab bei fortgeschrittenem Analkarzinom

CHMP empfiehlt Zulassung von Retifanlimab bei fortgeschrittenem Analkarzinom

Das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Stellungnahme zur Zulassung von Retifanlimab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel für die Erstlinienbehandlung von erwachsenen Patient:innen mit metastasiertem oder inoperablem lokal rezidivierendem Plattenepithel-Analkarzinom (SCAC, Squamous Cell Anal Carcinoma) abgegeben.
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Gesundheitspolitik

Weniger Steuern auf Arzneien, mehr auf Tabak

Die Krankenkasse DAK-Gesundheit schlägt angesichts drohender neuer Finanzlücken bei den gesetzlichen Krankenversicherungen im nächsten Jahr eine Erhöhung der Steuern auf Tabak und Alkohol vor. Damit sollte eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel und Hilfsmittel von 19% auf 7% finanziert werden, wie ein Stufenplan der Kasse vorsieht. Für die Ausgaben der Krankenkassen sollte außerdem bis zum Ende der Wahlperiode 2029 festgelegt werden, dass sie nur im Einklang mit den Einnahmen steigen.
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Gesundheitspolitik

Zum Facharzttermin in sechs Wochen: Warken gelobt Besserung

Patient:innen müssen immer länger auf einen Facharzttermin warten. Die Wartezeiten sind nach aktuellen Zahlen auf sechs Wochen im Schnitt angestiegen. Der Ruf nach Verbesserungen wird lauter. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) verspricht den Versicherten künftig schnellere Termine bei tatsächlichem Bedarf. „Wenn ein schneller Termin medizinisch notwendig ist, so soll er auch gewährt werden“, sagte Warken in Berlin.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

CHMP empfiehlt Zulassung von Belumosudil zur Behandlung der chronischen Graft-versus-Host-Erkrankung

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) empfiehlt in einer positiven Stellungnahme die bedingte Zulassung des ROCK2-Inhibitors Belumosudil zur Behandlung von Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg mit chronischer Graft-versus-Host-Erkrankung (cGvHD), wenn andere Behandlungsoptionen einen begrenzten klinischen Nutzen bieten, nicht geeignet sind oder ausgeschöpft wurden.
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Gesundheitspolitik

CDU gegen Zahnarztkosten-Vorstoß

Der Vorschlag des CDU-Wirtschaftsrats nach Streichung der Krankenkassen-Zahnarzt-Bezahlung wird in der CDU bis in die Führung hinein breit abgelehnt. „Einzelne Vorschläge wie die jüngste Debatte um die Zahnarztkosten sind nicht zielführend“, sagte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann dem „stern“. CDU-Gesundheitsministerin Nina Warken stellte fest: „Die Forderung, Zahnbehandlungen aus dem Leistungskatalog der GKV zu streichen, wird nicht umgesetzt.“ Bereits der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer hatte gesagt: „Derartige Pläne gibt es in der Bundesregierung nicht.“
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Neuartige CAR-T-Zelltherapie zeigt vielversprechende Ergebnisse beim rezidivierten/refraktären Multiplen Myelom

Die neuartige gegen GPRC5D gerichtete CAR-T-Zelltherapie RD118 erzielte in einer Phase-I-Studie bei stark vorbehandelten Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem multiplem Myelom (r/r MM) eine Gesamtansprechrate von 94,4%. Die Therapie zeigte auch bei Patient:innen, die zuvor eine gegen BCMA gerichtete CAR-T-Behandlung erhalten hatten, eine hohe Wirksamkeit bei überschaubarem Sicherheitsprofil.
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Medizin
Zum Weltkrebstag: Auf die medizinische Heilung folgt oft gesellschaftliche Diskriminierung

Zum Weltkrebstag: Auf die medizinische Heilung folgt oft gesellschaftliche Diskriminierung

Unter dem Motto „United by Unique“ lenkt der am 4. Februar stattfindende internationale Weltkrebstag den Blick auf die individuellen Lebensrealitäten von Menschen mit Krebs. Für junge Erwachsene bedeutet eine überstandene Erkrankung jedoch häufig nicht das Ende der Belastung. Beim Abschluss von Versicherungen, der Kreditvergabe, bei Verbeamtungen oder in Adoptionsverfahren erfahren viele weiterhin Benachteiligung. Diese Gesetzeslücke ist bislang wenig bekannt, erfordert aber dringenden politischen Handlungsbedarf.
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