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Medizin
Blasenkrebs: Weltweite Umfrage zeigt auch in Deutschland Kommunikationslücken und Wunsch nach neuen Therapieoptionen

Blasenkrebs: Weltweite Umfrage zeigt auch in Deutschland Kommunikationslücken und Wunsch nach neuen Therapieoptionen

Behandlungen, die traditionell zur Blasenkrebs-Therapie eingesetzt werden, können Betroffene psychisch und emotional erheblich belasten – ein Leid, über das im Praxisalltag oft nicht gesprochen wird. Dies und noch mehr zeigt eine aktuelle weltweite Umfrage unter Blasenkrebs-Betroffenen und Urolog:innen, durchgeführt vom Marktforschungsunternehmen The Harris Poll in Zusammenarbeit mit Johnson & Johnson sowie der International Bladder Cancer Group (IBCG), der World Bladder Cancer Patient Coalition (WBCPC) und dem Bladder Cancer Advocacy Network (BCAN). Die Ergebnisse wurden im Vorfeld der Jahrestagung der American Urological Association (AUA) veröffentlicht. Insgesamt nahmen 817 Patient:innen mit nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs (NMIBC) und 802 Urolog:innen in sechs Ländern an der Umfrage teil: USA, Mexiko, Brasilien, Japan, Frankreich und Deutschland [1].
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Gesundheitspolitik

Beamte in gesetzliche Krankenversicherung

Der Wirtschaftsweise Achim Truger spricht sich für die Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) aus. „Dass Beamte aus der gesetzlichen Krankenversicherung rausgehalten werden, halte ich für völlig falsch. Durch ihr gutes Gehalt könnten sie die Kassenlage der GKV durchaus stärken“, sagte der Ökonom der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Beamt:innen sind in der Regel nicht gesetzlich, sondern privat krankenversichert.
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SCLC
Kleine Tumoren auf Lungengewebe

HER2-Blockade als neuer therapeutischer Ansatz zur Überwindung MHC-I-Verlust-bedingter Immuntherapieresistenzen bei SCLC

Das kleinzellige Lungenkarzinom (SCLC) zählt nach wie vor zu den tödlichsten Krebserkrankungen und macht etwa 15% aller Lungenkarzinome aus. Charakteristisch sind eine frühe Metastasierung und die schnelle Entwicklung von Resis­tenzen gegenüber klassischen Therapien. Eine Kombination aus Chemo- und Immuntherapie ist mittlerweile Standard in der Behandlung der disseminierten Erkrankung (Extensive Stage, ED) [1, 2]. Trotz initialen Therapieansprechens kommt es jedoch bei den meisten Patient:innen bereits nach kurzer Zeit zu einem Fortschreiten der Erkrankung [3]. Sowohl die Metastasierung als auch die Ausbildung von Resistenzen gegenüber der Immuncheckpoint-Blockade stellen weiterhin zentrale Herausforderungen in der Behandlung des SCLCs dar.
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NSCLC
Strukturierte Immuntherapie-Deeskalation beim Lungenkarzinom

Strukturierte Immuntherapie-Deeskalation beim Lungenkarzinom

Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) haben die Prognose des metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) nachhaltig verbessert und erstmals eine relevante Gruppe von Langzeitüberlebenden hervorgebracht. Mit diesem therapeutischen Erfolg rückt jedoch eine bislang ungelöste Frage zunehmend in den Fokus: Wie lange sollte eine Immuntherapie bei anhaltendem Ansprechen fortgeführt werden? In der klinischen Praxis wird die Behandlung häufig unbegrenzt fortgesetzt, trotz fehlender Evidenz, relevanter Langzeittoxizität und erheblicher Kosten. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über aktuelle Deeskalationskonzepte, diskutiert Limitationen konventioneller Bildgebung und molekularer mimimaler Resterkrankungs (MRD)-Ansätze und stellt eine Positronenemissionstomographie/Computertomographie (PET/CT)-gestützte Strategie zur strukturierten Immuntherapie-Beendigung vor.
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NSCLC
Mikroskopie-Bild von menschlichen Lungengewebszellen in der Pathologie

Histopathologische Beurteilung des Ansprechens nach Chemoimmuntherapie beim NSCLC

Die Prognose des operablen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) hat sich durch den Einsatz neoadjuvanter bzw. perioperativer Chemoimmuntherapie gegenüber einer alleinigen Chemotherapie signifikant verbessert, insbesondere wenn eine pathologische Komplettremission (pCR) erreicht werden kann. Hierdurch gewinnt die pathologische Beurteilung des Ansprechens von NSCLC nach neoadjuvanter Chemoimmuntherapie in der Praxis der Pathologie zunehmend an Bedeutung. Um eine adäquate und vergleichbare Beurteilung des Therapieerfolgs zu gewährleisten, ist ein standardisiertes diagnostisches Vorgehen notwendig. Der folgende Artikel soll einen Überblick über die aktuelle Praxis der pathologischen Aufarbeitung neoadjuvanter Lungenresektate und den gegenwärtigen Diskurs zum Thema geben. Darüber hinaus soll auf die Bedeutung von PD-L1 (programmed cell death ligand 1) als prädiktiver Biomarker für das Ansprechen auf die neoadjuvante Chemoimmuntherapie eingegangen werden.
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Thorakale Tumoren
Schematische Darstellung eines menschlichen Oberkörpers mit Lungenkrebs

Die Behandlung von Pancoast-Tumoren – Update

Unter den Lungenkarzinomen stellt der Pancoast- bzw. Superior-Sulcus-Tumor (SST) eine besondere Herausforderung dar. Während er lange als unheilbar galt, ist inzwischen mittels multimodaler Therapie ein tumorfreies Überleben möglich. Die Operation steht hierbei im Zentrum. Die mögliche Tumorinfiltration von Brustwand, Wirbelkörpern, Gefäßen und Plexus brachialis erfordert die Kenntnis verschiedener operativer Zugänge und interdisziplinäres operatives Vorgehen. Insgesamt besteht das Therapiekonzept aus Systemtherapie, Operation und Radiatio. Als Alternative zur Leitlinienempfehlung mit neoadjuvanter Radiochemotherapie (RCT) sollte eine induktive Systemtherapie mit adjuvanter Radiatio diskutiert werden. Ziel dieses Updates ist es, einen Einblick der Integration neuer operativer und systemischer Ansätze, insbesondere der Immuntherapeutika, in die Therapiekonzepte der SST zu geben.
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NSCLC
Versorgungslücken in der personalisierten Lungenkrebstherapie: White-Spot-Analyse für Deutschland

Versorgungslücken in der personalisierten Lungenkrebstherapie: White-Spot-Analyse für Deutschland

Lungenkrebs zählt weltweit zu den häufigsten malignen Erkrankungen und ist die führende Ursache krebsbedingter Mortalität. Gleichzeitig hat sich die Therapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt: Für zahlreiche molekulare Alterationen stehen inzwischen zielgerichtete Therapien zur Verfügung. Voraussetzung hierfür ist jedoch der Zugang zu einer umfassenden molekularen Diagnostik. In Deutschland existieren etablierte Versorgungsstrukturen, die eine qualitätsgesicherte molekulare Diagnostik und damit personalisierte Therapien bundesweit ermöglichen. Dazu zählen insbesondere überregionale klinische Netzwerke, die Diagnostik, interdisziplinäre Therapieentscheidungen und den Zugang zu innovativen Behandlungsoptionen, auch in klinischen Studien, bündeln. Eine geografische Analyse zeigt jedoch, dass trotz intensiver Netzwerkarbeit weiterhin ein relevanter Anteil der Lungenkrebs-Patient:innen außerhalb dieser Strukturen versorgt wird.
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Entitätsübergreifend

Verleihung des Clinical Science Award 2025

Die Deutsche Gesellschaft für Immun- und Targeted Therapie e.V. (DGFIT) unterstützt bereits seit ihrer Gründung vor 25 Jahren wissenschaftliche Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Immun- und Targeted Therapie in den unterschiedlichsten Bereichen. Unter anderem wird jährlich der mit 2.000 Euro dotierte Clinical Science Award (CSA) vergeben. Den CSA 2025 erhielt Dr. Adrian Gottschlich für seine herausragende Arbeit „Dissection of single-cell landscapes for the development of chimeric antigen receptor T cells in Hodgkin lymphoma“.
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Entitätsübergreifend
Ältere Dame mit Rollator leidet unter Übelkeit und Bauchschmerzen
Supportive Therapien – Teil 5

Therapieassoziierte Nausea und Emesis

Übelkeit und Erbrechen ist ein hochkomplexes Krankheitsbild, an dem das zentrale und periphere Nervensystem sowie klassische Konditionierung beteiligt sind. Das Wissen um tumortherapiespezifische und patientenindividuelle Risikofaktoren, das emetogene Potenzial von Chemotherapeutika und Strahlentherapie sowie ein immer besseres Verständnis der Pathophysiologie bieten eine breite Basis für die Entwicklung effektiver Antiemetika, wie 5-Hydroxytryptamin-Typ-3-(5-HT3)-Rezeptor-Antagonisten, Neurokinin-1 (NK1)-Rezeptor-Antagonisten und Kortikosteroide.
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NSCLC
Interleukin-1β als Biomarker für die adjuvante Chemotherapie beim komplett resezierten Lungenadenokarzinom

Interleukin-1β als Biomarker für die adjuvante Chemotherapie beim komplett resezierten Lungenadenokarzinom

Die adjuvante platinbasierte Chemotherapie ist nach kompletter Resektion eines nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) in den Stadien II und IIIA weiterhin ein etablierter Bestandteil der postoperativen Behandlung. Ihr klinischer Nutzen ist jedoch begrenzt. In der LACE-Metaanalyse betrug der absolute Vorteil durch die adjuvante Chemotherapie im Vergleich zur alleinigen Beobachtung im 5-Jahres-Gesamtüberleben (OS) lediglich 5,4%, sodass die Frage nach einer besseren Selektion seit Langem im Raum steht. Vor diesem Hintergrund untersuchte die vorliegende Arbeit, ob die intratumorale Expression von Zytokinen als prädiktiver Biomarker für den Nutzen einer adjuvanten platinbasierten Chemotherapie beim komplett resezierten Lungenadenokarzinom geeignet ist.
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d-uo
Schematische Darstellung eines weiblichen Körpers mit Harnblasenkarzinom

Über das Grading des nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms

Nicht-muskelinvasive Harnblasenkarzinome (non-muscle invasive bladder cancer, NMIBC) machen etwa 75% aller Blasenkarzinome aus. Die vom Robert Koch-Institut (RKI) erstmals publizierten NMIBC-Daten für 2023 zeigen jedoch relevante Defizite: Es wird überwiegend das veraltete WHO Grading von 1973 verwendet, häufig fehlen Angaben zu Tumorkategorie und Grading. Real-World-Daten der Deutschen Uro-Onkologen e.V. (d-uo) belegen demgegenüber eine hohe Leitlinienadhärenz und sind für klinische Analysen besser geeignet.
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