Journal Onkologie

Aktuelles

Die Europäische Kommission hat Retifanlimab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel zur Erstlinienbehandlung von erwachsenen Patient:innen mit metastasiertem oder inoperablem lokal rezidivierendem Plattenepithelkarzinom des Analkanals (SCAC) zugelassen [1]. Mit der Markteinführung steht der PD-1-Inhibitor zudem als Monotherapie zur Erstbehandlung des metastasierten oder rezidivierenden, lokal fortgeschrittenen Merkelzellkarzinoms (MCC) zur Verfügung. Beide Erkrankungen sind durch eine steigende Inzidenz und einen hohen Therapiebedarf gekennzeichnet.
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Forschende der Philipps-Universität Marburg haben einen neuen Ansatz zur Behandlung spezieller therapieresistenter Formen des Brustkrebses identifiziert, genauer: des hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen Mamakarzinoms. In experimentellen Modellen konnten sie zeigen, dass Tumorzellen, die gegen moderne Standardmedikationen wie CDK4/6-Inhibitoren resistent geworden sind, eine bislang unerkannte metabolische Verwundbarkeit entwickeln. Medikamente wie Metformin oder Dichloracetat, die in den Energiestoffwechsel eingreifen, versetzen diese Zellen unter massiven Energiestress und lösen ihr Absterben aus. Die Ergebnisse veröffentlichen die Forschenden jetzt in der Fachzeitschrift Cell Death & Disease [1].
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O-Ton Onkologie Staffel 9

Lungenkrebsscreening: Teamplay von Radiologie bis Hausarztpraxis

Warum scheitert die Lungenkrebsprävention in Deutschland und was soll das neue Lungenkrebsscreening daran ändern? In dieser Folge von O-Ton Onkologie sprechen Dr. Judith Besseling und Elisa Sophia Breuer mit Prof. Dr. Torsten Bauer, Chefarzt der Klinik für Pneumologie an der Lungenklinik Heckeshorn am Helios Klinikum Emil von Behring, Berlin. Der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) gibt Einblicke in den Implementierungsprozess des Lungenkrebsscreenings in Deutschland, wie die Teilnahme ablaufen wird und warum dieses Programm nur zusammen mit Angeboten zur Rauchentwöhnung erfolgreich sein kann. Außerdem: Ein Blick auf internationale Vorbilder, wissenschaftliche Learnings aus Polen, UK und USA und auf die Frage, wie Deutschland verhindern kann, dass weiterhin die große Mehrheit der Lungenkrebspatient:innen an der Erkrankung stirbt.
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Medizin
PSA-Screening bei Prostatakrebs so effektiv wie Mammographie

PSA-Screening bei Prostatakrebs so effektiv wie Mammographie

Das Prostatakrebs-Screening auf Basis eines PSA-Bluttests schneidet bei der Erkennung von Krebserkrankungen und beim Vermeiden von Überdiagnosen wahrscheinlich vergleichbar gut ab wie das Mammographie-Brustkrebs-Screening, so das Ergebnis einer neuen Analyse der PROBASE-Studie unter der Leitung von Forschenden des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Die Ergebnisse wurden auf dem Kongress der Europäischen Vereinigung für Urologie (EAU) in London vorgestellt.
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Medizin

Frühes HR+, HER2- Mammakarzinom: EMA bestätigt erweiterten Einsatz von Abemaciclib in der Adjuvanz

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die Aktualisierung der Fachinformation für Abemaciclib zugelassen, um die Daten der monarchE-Studie zum Gesamtüberleben (OS) aufzunehmen. In der monarchE-Studie führte Abemaciclib zusätzlich zur adjuvanten endokrinen Therapie (ET) bei Frauen und Männern mit frühem, Hormonrezeptor-positivem (HR+), HER2-negativem (HER2-) Mammakarzinom und erhöhtem Rezidivrisiko zu einer statistisch signifikanten Verlängerung des OS in der ITT-Population.
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Kolorektales Karzinom
DKK 2026

Metastasiertes kolorektales Karzinom: Verlängerung der Überlebenszeit und Erhalt der Lebensqualität

Beim metastasierten kolorektalen Karzinom (mCRC) ist neben der Verlängerung der Überlebenszeit der Erhalt der Lebensqualität ein wichtiges Behandlungsziel mit zunehmender Relevanz in späteren Therapielinien. Angesichts der ungünstigen Prognose in fortgeschrittenen Stadien ist der Forschungsbedarf hoch. Die Verleihung des „Takeda Forschungspreises CRC“ im Rahmen des Deutschen Krebskongresses 2026 in Berlin unterstützt dieses Engagement.
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Gesundheitspolitik

Mehr Praxisärzte – aber auch mehr Patientenzeit?

In den Praxen gibt es mehr Ärzt:innen, und mittlerweile sind sie im Schnitt sogar ein kleines bisschen jünger - doch die Behandlungskapazitäten für die Patient:innen bleiben oft angespannt und regional unterschiedlich. Ende vergangenen Jahres waren 191.875 Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen in der Versorgung von Kassenpatient:innen tätig. Das waren 2.324 mehr als Ende 2024, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) miteilte. Zugleich verstärkt sich aber ein Trend zu flexiblerem Arbeiten.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Belantamab-Mafodotin für Menschen mit rrMM ab April verfügbar

Belantamab-Mafodotin steht ab 1. April in Deutschland zur Verfügung und ist bei Erwachsenen zur Behandlung von rezidiviertem oder refraktärem Multiplen Myelom indiziert in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason (BVd) bei Patient:innen, die bereits mindestens eine Therapie erhalten haben oder in Kombination mit Pomalidomid und Dexamethason (BPd) bei Patient:innen, die bereits mindestens eine Therapie, darunter Lenalidomid, erhalten haben.
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Gesundheitspolitik

Krankenkassen 2025 im Plus - Ausgaben steigen

Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben im vergangenen Jahr nach einer Welle von Beitragserhöhungen ein Plus verbucht - aber auch stark steigende Ausgaben. Bei den 93 Kassen stand nach vorläufigen Zahlen ein Überschuss von 3,5 Milliarden Euro, wie das Bundesgesundheitsministerium in Berlin mitteilte. Dies diene aber vorrangig zum Auffüllen der Finanzreserven. Ende 2025 betrugen sie rund 5,1 Milliarden Euro und lagen weiterhin knapp unter der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve von 0,2 Monatsausgaben.
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Gesundheitspolitik

Bessere Erkenntnisse aus Krankheitsregistern

Daten zu zahlreichen Krankheiten und Therapien in medizinischen Registern sollen künftig besser für Forschung und Versorgung genutzt werden können. Das Bundeskabinett brachte Gesetzespläne von Gesundheitsministerin Nina Warken auf den Weg, die einheitliche Regeln und Standards festlegen sollen. Register lieferten wertvolle Erkenntnisse, sagte die CDU-Politikerin. Sie zeigten, was im Versorgungsalltag tatsächlich wirke - und das etwa auch für Frauen oder Ältere, die in klinischen Studien nur selten berücksichtigt würden.
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Gesundheitspolitik

Arznei-Beipackzettel sollen digital werden

Für Informationen vor dem Einnehmen von Medikamenten sollen digitale Beipackzettel zum Standard werden. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant die Umsetzung entsprechender EU-Regelungen. Eine digitale Packungsbeilage biete viele Vorteile, etwa automatische Übersetzungen oder Vorlesefunktionen, sagte die CDU-Politikerin dem Nachrichtenportal Politico. Sie betonte zugleich: „Weiterhin hat jeder Patient ein Recht darauf, von der Apotheke einen ausgedruckten Beipackzettel zu erhalten.“
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Medizin

Catumaxomab als Behandlung für malignen Aszites in Deutschland verfügbar

Der trifunktionale Antikörper Catumaxomab steht seit Dezember als Behandlung des malignen Aszites in Deutschland zur Verfügung. Catumaxomab aktiviert T-Zellen, um Krebszellen gezielt abzutöten, und bindet das Immunsystem der Behandelten ein. Dies ermöglicht ein längeres Überleben ohne Punktion und somit auch eine länger erhaltene Lebensqualität bei Menschen, die für eine andere systemische Krebstherapie nicht infrage kommen.
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