Journal Onkologie

Aktuelles

Die Therapie der pädiatrischen akuten lymphatischen B-Zell-Leukämie (B-ALL) ist eine Erfolgsgeschichte. Weil aber nicht alle Patient:innen geheilt werden können und überdies die Toxizität der sehr aggressiven Therapien hoch ist, führt zum Beispiel die Berlin-Frankfurt-Münster-Gruppe (BFM) in Zusammenarbeit mit der italienischen Associazione Italiana di Ematologia e Oncologia (AIEOP) weiter Therapieoptimierungsstudien durch. Mit einer Hochrisiko-Kohorte ihrer Phase-III-Studie 2017 hat dieses Konsortium nun einen weiteren Erfolg erzielt, den sie bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm präsentieren konnte.
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Es gibt – gerade im Zeitalter moderner Quadruplet-Therapien – immer mehr Erkrankte mit Multiplem Myelom (MM), die nach Versagen der Erstlinientherapie bereits Anti-CD38-Antikörper- und Lenalidomid(Len)-exponiert oder gar -refraktär sind, was die Behandlungsoptionen für die Zweitlinie einschränkt. Mit Mezigdomid, einem potenten CELMoD (Cereblon E3 Ligase Modulator) als Add-on zur Standardtherapie mit Carfilzomib und Dexamethason (Kd) konnte nun im Phase-III-Setting der SUCCESSOR-2-Studie gegenüber alleinigem Kd eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) von Erkrankten mit rezidiviertem/refraktärem (RRMM) und vorheriger Anti-CD38-Antikörper- und Len-Exposition erreicht werden – über alle Subgruppen hinweg. Damit qualifiziert sich die neue Triplette als ein möglicher neuer Behandlungsstandard ab der 2. Linie beim RRMM, wie bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2026 zu hören war [1].
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EHA 2026
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Wie man die Wirkung von bispezifischen T-Zell-Engagern optimieren könnte

T-Zell-Engager sind bispezifische Antikörper, die an Antigene auf Tumorzellen und auf zytotoxischen T-Lymphozyten zugleich binden und dadurch die T-Zellen direkt zur Lyse der malignen Zelle veranlassen – so zumindest die Theorie. Die Wirkung ist aber nicht sicher vorherzusagen, was einerseits an Escape-Mechanismen der Tumorzellen liegen, andererseits aber auch durch Hemmung der T-Zellen bedingt sein kann. Chinesisch-amerikanische Hämatologen haben einen solchen T-Zell-intrinsischen inhibitorischen Mechanismus aufgeklärt und die Ergebnisse bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm vorgestellt.
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EHA 2026
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Keine Hinweise auf sekundäre Malignome oder Vektortoxizität bei CAR-T-Zell-Therapie

Nach einer T-Zell-Therapie mit chimären Antigen-Rezeptor (CAR)-T-Zellen wurden in seltenen Fällen sekundäre Malignome (sekundäre primäre Malignität; SPM) beobachtet. Eine Analyse stützt nun die langfristige Sicherheit einer CAR-T-Zell-Therapie mit Lisocabtagene Maraleucel (Liso-cel) oder Idecabtagene Vicleucel (Ide-cel) bei > 1.300 Patient:innen und einem klinischen Follow-up von über 8 Jahren, ergänzt um Daten von rund 12.000 Patient:innen aus Post-Marketing-Studien. Es gab keine Hinweise für SPM mit einem T-Zell-Ursprung oder für eine Toxizität der lentiviralen Vektoren (LVV). Die Ergebnisse wurden im Rahmen eines Posters auf dem EHA-Kongress präsentiert [1].
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Gesundheitspolitik

Weitere Verdi-Proteste an Kliniken am Montag

An deutschen Krankenhäusern gehen am Montag Proteste gegen Kürzungen im Gesundheitswesen weiter. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat bundesweit Service-Beschäftigtean mehr als 120 Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu Aktionen aufgerufen. Es kann dabei nach Angaben eines Verdi-Sprechers auch zu kleineren Einschränkungen in den Häusern kommen. Gefordert werden gute Bedingungen und Bezahlung für Bereiche wie Reinigung, Küche, Wäscherei, Logistik, Patiententransport, Empfang, Technik, Sterilisation oder Sicherheitsdienst.
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EHA 2026
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Aggressive Non-Hodgkin-Lymphome: Tafasitamab + Lenalidomid verstärkt Wirkung von R-CHOP

Es kommt Bewegung in die Erstlinientherapie aggressiver Non-Hodgkin-Lymphome: Patient:innen mit diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) sowie anderen hochgradigen B-Zell-Lymphomen (HGBL) profitieren von der Zugabe von Tafasitamab und Lenalidomid zum 2 Jahrzehnte alten Standard R-CHOP, wie die bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm vorgestellte Phase-III-Studie frontMIND nahelegt [1].
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EHA 2026
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RR/MRD+ AML: Switchable allogene CAR-T-Zellen zeigen vielversprechende Aktivität

In einer Phase-IA-Studie konnten erstmals bei Erkrankten mit CD123‑positiver rezidivierter/refraktärer (RR) oder messbare Resterkrankung‑positiver (MRD+) akuter myeloischer Leukämie (AML) mit Hilfe einer gegen CD123 gerichteten „switchable“ allogenen CAR‑T‑Technologie tiefe und anhaltende Remissionen bei handhabbarem Sicherheitsprofil erreicht werden. Prof. Dr. Martin Wermke vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden stellte die aus seiner Sicht „extrem vielversprechenden“ Daten beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 als Late Breaking Abstract vor [1].
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Medizin
EU-Zulassung für Tarlatamab in der Zweitlinientherapie bei ES-SCLC

EU-Zulassung für Tarlatamab in der Zweitlinientherapie bei ES-SCLC

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Tarlatamab als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit kleinzelligem Lungenkarzinom im fortgeschrittenen Stadium (extensive-stage small cell lung cancer, ES-SCLC), die nach Krankheitsprogression während oder nach einer Erstlinienbehandlung basierend auf platinhaltiger Chemotherapie eine systemische Therapie benötigen, erteilt [1].
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EHA 2026
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DLBCL: Real-world-Analyse deutet auf Überlebensvorteil mit Polatuzumab Vedotin-Kombination in asiatischer Studienkohorte hin

Frühe Daten einer Real-world-Analyse deuten auf einen signifikanten Überlebensvorteil mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Polatuzumab Vedotin (Pola) plus R-CHP* im Vergleich zu R-CHOP** bei asiatischen Patient:innen mit diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) hin, insbesondere bei hohem Risikoprofil (IPI-Score 3 –5) und beim nicht keimzentrumsartigen (GCB)-Subtyp. Die Ergebnisse wurden im Rahmen eines Posters auf dem EHA-Kongress vorgestellt [1].
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EHA 2026
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Neuer T-Zell-Engager beim Multiplen Myelom in früheren Therapielinien?

Beim Multiplen Myelom (MM) haben neben Immunmodulatoren, Proteasom-Inhibitoren, CD38-Antikörpern und CAR-T-Zellen auch bispezifische Antikörper, v.a. T-Zell-Engager, in den letzten Jahren die Therapie umgekrempelt. Talquetamab, bisher in späteren Therapielinien eingesetzt, scheint einer bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm vorgestellten Phase-III-Studie zufolge auch in frühen Stadien bemerkenswerten Erfolg zu haben [1].
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EHA 2026
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Calcineurin- und mTOR-Inhibitor-freie GvHD-Prophylaxe nach alloSCT – frühe Daten aus Phase-I/II

Ein neues Prophylaxe-Regime aus Post-Transplant-Cyclophosphamid (PTC), Bortezomib und Abatacept (=ABC) soll die Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD) nach allogener Stammzelltransplantation (alloSCT) verhindern – ohne Calcineurin- oder mTOR-Inhibitoren und mit einer geplanten Gesamtdauer von nur 4 Wochen. In der laufenden Phase-I/II-Studie (NCT06681922)* waren akute und chronische GvHD-Raten bislang niedrig; eine PTC-Dosisreduktion ging mit schnellerem Engraftment einher, ohne dass in den bislang verfügbaren Daten Nachteile bei GvHD, Rezidiv oder Immunrekonstitution sichtbar wurden [1].
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