Journal Onkologie

Aktuelles

Beim Multiplen Myelom (MM) kommt es im Knochenmark zu einer unkontrollierten Vermehrung von Plasmazellen,1 auf deren Oberfläche häufig das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) überexprimiert wird.2 Menschen mit MM erleiden häufig Rezidive und werden zunehmend refraktär gegenüber Substanzklassen. Damit wächst die Bedeutung an Behandlungsoptionen mit einem differenzierten Wirkmechanismus, die bereits möglichst früh anhaltende, tiefe Remissionen ermöglichen.1,3,4,5 Zielgerichtete Therapien gegen BCMA spielen bereits beim ersten Rezidiv des MM eine entscheidende Rolle im Therapiealgorithmus. In der Erstlinie werden mittlerweile bereits mehrere Targets adressiert, weshalb nachfolgend dringend neue Angriffspunkte benötigt werden.1 Welche BCMA-gerichteten Therapieoptionen stehen Patient*innen mit rezidiviertem/refraktärem Multiplen Myelom im ersten Rezidiv heute zur Verfügung? Welche praktischen Aspekte in der ambulanten Anwendung und beim Therapiemanagement gilt es zu beachten? Jetzt anmelden und die Podcast-Folge anhören.
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Das Multiple Myelom (MM) ist die häufigste onkologische Erkrankung des Knochenmarks und gilt aktuell als nicht heilbar. Im Krankheitsverlauf kommt es oft zu Resistenzen der Myelomzellen gegen die aktuelle Therapie, sodass Patient*innen häufig Rezidive erleiden und ein Therapiewechsel erforderlich wird.1-4 Bei Rezidiven ist die Folgetherapie abhängig von den zuvor eingesetzten Substanzklassen, patientenindividuellen Faktoren und dem Behandlungsablauf.1,2 Um die Lebenszeit zu verlängern und die Lebensqualität zu erhalten, werden dringend neue wirksame Therapieoptionen mit einem differenzierten Wirkmechanismus benötigt. Welche Chancen bieten neue Therapien und für welche Patient*innen sind diese geeignet? Jetzt anmelden und die Podcast-Folge anhören.
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NSCLC
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Osimertinib beim EGFR-mutierten Lungenkarzinom

Osimertinib beim EGFR-mutierten Lungenkarzinom: Von der frühen bis zur fortgeschrittenen Erkrankung

Das Behandlungsspektrum des Tyrosinkinase-Inhibitors (TKI) Osimertinib beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit Mutationen des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors (EGFRm) entwickelt sich seit der Zulassung vor 10 Jahren stetig weiter – von der adjuvanten Behandlung bis zur Erstlinie im fortgeschrittenen Stadium. Im Interview erklärt Dr. Florian Fuchs, wie Osimertinib in fast allen Stadien in der Praxis eingesetzt wird und wie er auf Basis der Phase-III-Studien zu Osimertinib gemeinsam mit Betroffenen die Entscheidung für eine individuell angepasste Therapie trifft.
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Gastrointestinale Tumoren
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Immuntherapie: Gutes Langzeitüberleben bei fortgeschrittenen GI-Tumoren
ESMO-GI 2026

Immuntherapie: Gutes Langzeitüberleben bei fortgeschrittenen GI-Tumoren

Aktuelle Daten zeigen, dass Checkpoint-Inhibitoren wie Pembrolizumab das Langzeitüberleben bei Magen-, Gallengangs- und kolorektalen Karzinomen verbessern. Sie finden zunehmend Eingang in die klinische Routine. Im Fokus eines Symposiums anlässlich des diesjährigen ESMO-GI stand auch der Stellenwert des Biomarkers PD-L1 und der Mikrosatelliteninstabilität für die Therapieentscheidung.
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Gesundheitspolitik
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Lebenserwartung in Deutschland auf Höchststand

Die Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland ist im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Für Frauenlag sie bei 83,6 Jahren, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das sei ein Anstieg von zwei Monaten im Vergleich zum Vorjahr. Die Lebenserwartung von Männern lag demnach bei 79,1 Jahren und damit drei Monate höher als 2024. „Beide Geschlechter erreichten damit neue Höchstwerte“, berichteten die Statistiker:innen. Im Vergleich zu 2022 seien die Werte für Frauen und Männer nach den Rückgängen der Coronazeit deutlich gestiegen. „Frauen haben seitdem statistisch gesehen etwa neun Monate hinzugewonnen, Männer über ein Jahr“, hieß es.
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Gesundheitspolitik
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Krankenkassen warnen vor Verwässern des Sparpakets

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) warnt die schwarz-rote Koalition davor, ihre Sparpläne im Gesundheitswesen auf den letzten Metern aufzuweichen. „Derzeit wird viel diskutiert, ob geplante Einsparungen bei der Pharmaindustrie und der Ärzteschaft zurückgenommen werden und es droht, dass die Krankenhausreform verwässert wird“, sagte Verbandschef Oliver Blatt der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Das wäre genau der falsche Weg, denn dann wird es am Ende doch wieder für alle teurer.“
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Follikuläres Lymphom: EU-Zulassung für Epcoritamab + Rituximab und Lenalidomid

Die Europäische Kommission hat eine Zulassungserweiterung für Epcoritamab erteilt. Der subkutan zu verabreichende bispezifische Antikörper mit begrenzter Therapiedauer kann nun als Kombination mit Rituximab und Lenalidomid (R2) bei Erwachsenen mit rezidivierendem oder refraktärem (r/r) follikulärem Lymphom (FL) ab der zweiten Therapielinie eingesetzt werden. Die chemotherapiefreie Kombinationstherapie ist auf 12 Zyklen begrenzt. Mit ihr können FL-Patient:innen in der EU erstmals ab dem ersten Rezidiv eine auf einem bispezifischen Antikörper basierende Behandlung erhalten. In der Zulassungsstudie EPCORE FL-1 war Epcoritamab + R2 gegenüber R2 bereits bei einem medianen Follow-up von 14,8 Monaten in beiden primären Endpunkten signifikant überlegen: in Bezug auf das progressionsfreie Überleben (PFS) und die Gesamtansprechrate (ORR). R2 zählt bislang zu den Standardtherapien des r/r FL.
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Gesundheitspolitik
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Lange Ausfälle sind größte Kostentreiber

Eine Analyse des BKK Dachverbandes der Betriebskrankenkassen zu Krankschreibungen hat ergeben, dass nicht kurze Erkältungen, sondern lange schwere Krankheiten die großen Kostentreiber für gesetzliche Krankenversicherungen sind. „Es sind die langen, oft Muskel-Skelett und psychisch bedingten Ausfälle, die zum eigentlichen Kostentreiber werden“, sagte Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE | EHA 2026

R/R LBCL: Neue Ansätze und eine differenzierte Tumorbiologie

Neue Konzepte jenseits von TCRTs (T-Cell redirecting therapies), wie ein niedermolekular-induzierter, zielgerichteter Proteinabbau (TPD, targeted protein degradation) zum Beispiel mit Golcadomid, haben das Potenzial den wirkstofftauglichen (druggable) Strukturraums und die therapeutischen Möglichkeiten beim großzelligem B-Zell-Lymphom (LBCL) zu erweitern, schilderte Prof. Dr. Eliza Hawkes, Fachärztin im Bereich Hämatologie und Onkologe in Melbourne (Australien) anlässlich des 31. EHA in Stockholm.
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Gesundheitspolitik
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Neue Regelung könnte Fehlzeiten erhöhen

Der Ökonom Daniel Graeber vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet nicht, dass die von Union und SPD geplanten Verschärfungen bei Krankschreibungen den Krankenstand in Deutschland spürbar senken. Eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag könne stattdessen zu mehr Praxisbesuchen führen und Ansteckungsrisiken in Wartezimmern erhöhen. „Sollte dies dazu führen, dass Menschen trotz leichter Infekte an den Arbeitsplatz gehen, könnten Ansteckungen am Arbeitsplatz am Ende zu mehr Fehltagen führen, als wenn diese Beschäftigten einfach zu Hause geblieben wären“, warnt Graeber.
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EHA 2026
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EHA 2026

CEPHEUS-Studie bei NDMM: Hoher klinischer Nutzen für Daratumumab-basiertes Quadruplet in der nicht-Transplantations-geeigneten Situation

Moderne Quadruplet-Therapien unter Einbeziehen eine Anti-CD38-Antikörpers werden heute sowohl bei Erkrankten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom (NDMM) eingesetzt, die für eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT) geeignet sind (TE) als auch bei jenen, die Transplantations-ungeeignet (TI) sind – ein echter Paradigmenwechsel in der ersten Therapielinie. Wie groß der klinische Nutzen einer Vierfachtherapie aus dem Anti-CD38-Antikörper Daratumumab mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (Dara-VRd) speziell für TI-Erkrankte ist, bestätigten die finalen Daten der Phase-III-Studie CEPHEUS für diese Population, die beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vorgestellt wurden [1].
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