Mixed Beams: Neues Verfahren in der Ionenstrahltherapie
In der Ionenstrahltherapie werden Atomkerne in einem Teilchenbeschleuniger (einem Synchrotron) auf hohe Energien beschleunigt und gezielt auf einen Tumor gelenkt. Dort schädigen sie Krebszellen und zerstören das Tumorgewebe. Ein neues, vielversprechendes Verfahren, das gerade erforscht wird, sind sogenannte „Mixed Beams“, die aus zwei unterschiedlichen Ionenarten bestehen: Kohlenstoffkerne zerstören die Tumorzellen, während Heliumkerne gleichzeitig helfen, die Anatomie der Patient:innen zu beobachten. Dafür muss man aber das Mischungsverhältnis von Kohlenstoff und Helium im Strahl sehr genau kennen. Doch wie soll man einen Ionenstrahl gleichzeitig vermessen und für die Therapie verwenden? Forschende der TU Wien und des MedAustron fanden dafür nun eine Lösung, die einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einer Krebstherapie mit Mixed Beams darstellt [1].