Journal Onkologie

Aktuelles

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Medizin
 4 Min|

Neue App zur personalisierten Unterstützung bei erblichem Brust- und Eierstockkrebs

Wer einen Verdacht auf familiären Brust- und Eierstockkrebs hat, braucht oft viel Unterstützung. Besonders nach einer genetischen Beratung und einer Mitteilung eines positiven Testergebnisses fühlen sich viele Frauen allein gelassen. Das macht oft großen seelischen Stress. Forschende der MHH haben die GenE³-App entwickelt, um Betroffenen zu helfen. Die digitale Anwendung funktioniert über einen Chatbot und bietet sichere, personalisierte und verlässliche Informationen rund um das Thema. Jetzt wird die App in einer Studie auf ihre Wirksamkeit getestet.
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Thorakale Tumoren
 23 Min|
Das Foto zeigt einen transparenten Oberkörper mit einem rötlichen Lungentumor in einem Lungenflügel.
Klinische Studien zeigen konsistent klinisch relevanten Vorteil durch Checkpoint-Inhibitor-Gabe

Perioperative Therapieoptionen beim resektablen NSCLC

Mit der Einführung der perioperativen Immunchemotherapie hat sich für die Behandlung der frühen Stadien beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) ein Paradigmenwechsel ergeben. Die Resektion ist in der Behandlung des resektablen NSCLC der Goldstand der kurativ intendierten Therapie. Auch der Platin-basierten Chemotherapie kommt weiterhin ein hoher Stellenwert zu. Der konsistente Nutzen der perioperativen Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren plus Platin-haltiger Chemotherapie, der zur Zulassung von bisher 4 Checkpoint-Inhibitoren für diese Indikation geführt hat, macht die Immuntherapie zu einer wichtigen Therapiesäule für Patient:innen mit resektablen Tumoren und hohem Rezidivrisiko [1-4]. Lesen Sie in dieser CME-Publikation, welche Ergebnisse in den Zulassungsstudien mit den Checkpoint-Inhibitoren im neoadjuvanten und perioperativen Setting beim resektablen NSCLC erreicht wurden und wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Therapieoptionen bestehen.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Follikuläres Lymphom: Epcoritamab-Kombinationstherapie ab dem 1. Rezidiv zugelassen

Die Herausforderung in der Behandlung des follikulären Lymphoms (FL) liegt im Rezidiv. Hier kann ab sofort der bispezifische Antikörper Epcoritamab zusammen mit Rituximab und Lenalidomid (R2) in allen Therapielinien eingesetzt werden. Gegenüber R2 alleine zeigte sich die neue Therapiekombination sowohl beim progressionsfreien Überleben als auch bei der Gesamtansprechrate signifikant überlegen.
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Urologische Tumoren
 12 Min|
Auf Handydisplay steht "Erinnerungen: Tumornachsorge"

Risikogesteuerte Nachsorge bei testikulären Keimzelltumoren

Ziel der Nachsorge bei Keimzelltumoren ist das frühzeitige Erkennen von Rezidiven. Aufgrund der klinischen Vielfalt der Keimzelltumoren gibt es mehr als 20 verschiedene Risikokonstellationen mit jeweils spezifischen Häufigkeiten, Zeitfenstern und Lokalisationen für Rezidive. In der Praxis werden 3 Risikogruppen unterschieden: (1) Seminome, (2) Nichtseminome im Stadium I und (3) Nichtseminome alle anderen Stadien. In entsprechenden Nachsorgetafeln werden die erforderlichen Untersuchungen schematisch aufgelistet. Die hier vorgestellten Nachsorgeempfehlungen unterscheiden sich von den Empfehlungen der S3-Leitlinie (2020) vor allem durch Ersatz der Computertomographie (CT) durch Magnet­resonanztomographie (MRT) aus Strahlenschutzgründen und durch Verzicht auf Röntgen-Thorax in der Nachsorge des Seminoms. Die Nachsorge zielt auch auf die Erkennung von Sekundärerkrankungen und Spättoxizitäten, wie Hypogonadismus, Metabolisches Syndrom, kardiovaskuläre Erkrankungen und Zweitneoplasien ab.
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Urologische Tumoren
 10 Min|
Die 3D-Abb. zeigt Penis und Hoden, im rechten Hoden ist eine tumoröse Masse.

Testikuläre Keimzelltumoren: Neue molekulare Erkenntnisse zur Tumorentstehung und Therapieresistenz

Testikuläre Keimzelltumoren (KZT) des Typs II sind die häufigste maligne Erkrankung junger Männer und stellen im klinischen Alltag trotz in den meisten Fällen hoher Heilungsraten eine Herausforderung bei metastasierten oder therapieresistenten Verläufen dar. Neue molekulare Erkenntnisse zeigen, dass zelluläre Plastizität und therapieinduzierte Differenzierungsprozesse maßgeblich zur Entstehung resistenter Tumorpopulationen beitragen, einschließlich seltener Entitäten wie dem sarkomatoiden Dottersacktumor (sarkDST), dem „Growing Teratoma“-Syndrom (GTS) oder der somatisch malignen Transformation (STM). Die Identifikation molekularer Marker und die Entwicklung zielgerichteter Therapien sind daher entscheidend, um die Behandlung und Prognose von diesen Hochrisiko-Patienten in Zukunft zu verbessern.
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NSCLC
 26 Min|
Umfrage zu molekularen Analysen in der Therapie des NSCLC
Umfrage zu molekularen Analysen in der Therapie des NSCLC

Stimmt die Testbereitschaft mit den Empfehlungen der Leitlinien überein?

Für die Anwendung immunonkologischer und molekular zielgerichteter Therapieoptionen, die heute in nahezu allen Stadien des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) zur Verfügung stehen, sind die entsprechenden molekulargenetischen bzw. immunhistochemischen Testverfahren Grundvoraussetzung [1, 2]. Inwieweit die Empfehlungen der Leitlinien im klinischen Alltag tatsächlich umgesetzt werden, wurde 2025 zum 8. Mal in einer bundesweiten Umfrage unter Ärzt:innen an Universitätskliniken, nicht-universitären Kliniken, Lungenfachkliniken, onkologischen Praxen und medizinischen Versorgungszentren (MVZs) untersucht [3-8]. Dabei zeigten sich, den aktuellen Therapieempfehlungen folgend, unter anderem eine Verschiebung der Testraten in Richtung Neoadjuvanz sowie weiterhin hohe Testraten der jeweiligen Marker im Stadium IV. Leider beginnt jedoch nach wie vor ein Teil der Ärzt:innen mit einer Therapie, bevor alle molekularen Testergebnisse vorliegen. Dadurch wird den Betroffenen womöglich die für sie optimale Behandlung vorenthalten. Wie die Umfrage außerdem zeigt, werden größere Genpanels inzwischen häufiger für die Untersuchungen genutzt und auch die Relevanz molekularer Tumorboards sowie der stadienunabhängigen Reflextestung ist insbesondere in den frühen Stadien gestiegen.
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Hämatologie
 6 Min|
ALL

Spättoxizitäten erfolgreicher Behandlung einer akuten lymphatischen Leukämie im Kindesalter

Die Behandlung der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) im Kindesalter hat in den vergangenen Jahrzehnten zu beeindruckenden Fortschritten geführt. Heute liegen die Heilungsraten bei über 90%. Dies ist auf die standardisierte, an die Risikogruppe angepasste multimodale Polychemotherapie von ALL-Patient:innen und deutlich verbesserte Supportivmaßnahmen zurückzuführen [1]. Nur noch in wenigen Fällen ist eine hämatopoetische Stammzelltransplantation im Rahmen der Erstlinienbehandlung notwendig. Bei Patient:innen mit einer refraktären oder rezidivierten Erkrankung ist dies weiterhin ein wichtiger Baustein der Therapie [2]. Daneben sind in den letzten Jahren neue immuntherapeutische Therapieoptionen entwickelt worden, die zunehmend sowohl in der Rezidivsituation als auch in der Erstlinienbehandlung eingesetzt werden. Dieser Erfolg ist jedoch mit einem hohen Preis verbunden, da die intensive antileukämische Therapie nicht nur maligne Zellen zerstört, sondern auch gesunde Gewebe und Organe schädigt. Infolgedessen treten bei nahezu allen Patient:innen akute Nebenwirkungen während der Therapie auf, und ein großer Teil der Langzeitüberlebenden leidet unter Spätfolgen. Diese können entweder direkt im Zusammenhang der akuten Toxizitäten stehen oder sich erst Jahre nach Abschluss der Behandlung manifestieren (Abb. 1) [3]. Trotz der großen klinischen Bedeutung ist die systematische Erfassung dieser Spätfolgen bislang unzureichend standardisiert, was die Bewertung der Gesamtbelastung für die wachsende Gruppe von Überlebenden erschwert. Für den deutschsprachigen Raum fehlen bislang verlässliche Daten. Aus diesem Grund sind in diesem Artikel keine quantitativen Angaben zur Häufigkeit der auftretenden Spätfolgen angegeben.
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Gynäkologische Tumoren
 8 Min|
Ein Arzt mit weißem Arztkittel und Stethoskop hält in der linken Hand eine Tafel, auf der "germ cell tumour" steht.

Ovarielle Keimzelltumoren – Epidemiologie, Diagnostik und Therapie

Ovarielle Keimzelltumoren (germ cell tumors, GCT) sind seltene Neoplasien, die etwa 5% der malignen Ovarialtumoren ausmachen, jedoch die häufigste Tumorentität bei Kindern und jungen Frauen darstellen. Sie entstehen aus pluripotenten Keimzellen und weisen eine große histologische Vielfalt auf. Klinisch präsentieren sie sich meist unspezifisch mit abdominellen Schmerzen oder einer rasch wachsenden Raumforderung, sodass die Diagnose häufig bereits in frühen Stadien erfolgt. Die Diagnostik umfasst neben Anamnese und Bildgebung insbesondere die Bestimmung tumorspezifischer Marker wie Alpha-Fetoprotein (AFP), humanes Choriongonadotropin (β-hCG) und Laktatdehydrogenase (LDH). Die Therapie basiert primär auf einer operativen Tumorresektion mit vollständigem Staging, wobei bei jungen Patientinnen ein fertilitätserhaltendes Vorgehen angestrebt wird. Abhängig von Stadium und Histologie erfolgt eine adjuvante Platin-basierte Chemotherapie, meist im Bleomycin + Etoposid + Cisplatin (BEP)-Schema. Trotz teils aggressiven Verlaufs ist die Prognose insgesamt sehr günstig mit Überlebensraten von über 90%. Rezidive sind selten und werden individuell multimodal behandelt.
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Urologische Tumoren
 10 Min|
Arzt hält Schild mit "Germ cell tumours". Symbolisiert digitale Medizin

Langzeit-Lebensqualität nach Therapie von Keimzelltumoren: Einfluss von Behandlungsstrategie und Tumortyp

Keimzelltumoren des Hodens zählen zu den onkologischen Erkrankungen mit exzellenter Prognose, insbesondere bei jungen Patienten. Mit Heilungsraten von über 90% rückt die langfristige Lebensqualität zunehmend in den Fokus der klinischen Versorgung. Therapieassoziierte Spätfolgen betreffen vor allem kardiovaskuläre Risiken, Sekundärmalignome, metabolische Veränderungen, Neuro- und Ototoxizität sowie Fertilität und endokrine Funktion. Darüber hinaus spielen psychosoziale Aspekte eine zentrale Rolle. Die Art und Intensität der Therapie erweisen sich als entscheidende Einflussfaktoren auf die Langzeitmorbidität. Moderne Strategien zielen daher auf eine risikoadaptierte Therapie unter Vermeidung von Übertherapie sowie auf strukturierte Survivorship-Konzepte. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Lebensqualität und diskutiert deren Relevanz für die klinische Praxis.
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Entitätsübergreifend
 7 Min|
Patientin mit Fatigue sitzt im halbdunklen Zimmer auf dem Bett und hält sich den Kopf
Serie: Supportive Therapien – Teil 7

Tumorassoziierte Fatigue – Screening, Bewegung und psychotherapeutische Intervention mit positivem Effekt

Ein mit Krebs assoziiertes Gefühl von Erschöpfung lässt sich nicht unbedingt durch Ruhe und Schlaf aushebeln. Bewegung und psychologische Betreuung haben sich bewährt und werden übergreifend von den Leitlinien empfohlen, um die Lebensqualität der Patient:innen zu verbessern und ihre Krebstherapie nicht zu gefährden.
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