Journal Onkologie

Aktuelles

Gesundheitspolitik

Warken: Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt

Vor Beschluss der Gesundheitsreform durch das Kabinett hat Ministerin Nina Warken die Notwendigkeit der angestrebten Milliarden-Einsparungen bekräftigt. „Die Botschaft muss doch sein, dass wir seit Jahren über unsere Verhältnisse gelebt haben in der gesetzlichen Krankenversicherung“, sagte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk. „Und damit ist jetzt Schluss.“ Die Reform werde dafür sorgen, dass die Beiträge nicht immer weiter steigen, „und das entlastet dann alle“.
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Magenkarzinom
Resektable Karzinome des gastroösophagealen Übergangs und des Magens
DCG 2026

Resektable Karzinome des gastroösophagealen Übergangs und des Magens

Karzinome des Magens und des gastroösophagealen Übergangs (GEJ) treten mit über 110.000 Neuerkrankungen jährlich in Deutschland auf. Trotz erheblicher Fortschritte in der Systemtherapie bleibt die Chirurgie die zentrale Säule der kurativen Behandlung. Neue Entwicklungen in der perioperativen Therapie und die Teambildung der verschiedenen Disziplinen aus Onkologie, Chirurgie und Endoskopie verbessern die Prognose für Patient:innen deutlich und wurden anlässlich des Deutschen Chirurgenkongress in Leipzig nicht nur diskutiert, sondern im Panel der Vortragenden gleich abgebildet.
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Gesundheitspolitik

Hat die Zuckersteuer jetzt eine Chance?

Eine Steuer von einigen Cent auf stark gezuckerte Limonaden und Colas? Dafür werben Medizinexpert:innen und Verbraucherschützer:innen schon seit Jahren, um Anreize für eine gesündere Ernährung zu setzen - und ebenso lange wehrt die Branche Rufe danach vehement ab. Gibt es jetzt aber vielleicht ein Momentum, dass sich in Sachen Zuckersteuer doch etwas tut? Für geplante Einsparungen bei den Gesundheitsausgaben liegt ein Vorschlag dazu auf dem Tisch und daneben eine Initiative im Bundesrat. Die Befürworter machen Druck.
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Gesundheitspolitik

GKV-Chef hält Beitragssenkungen für möglich

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung stellt Beitragssenkungen in Aussicht, sollten die Pläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) durchkommen. „Das Gesetz von Frau Warken hat das Potenzial, die Beiträge zu stabilisieren“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Oliver Blatt, dem Nachrichtenportal „t-online“. "Wenn ihr Entwurf eins zu eins umgesetzt wird, könnten die Beiträge im Schnitt über alle Kassen hinweg - man traut sich das ja kaum auszusprechen - sogar sinken, fügte Blatt hinzu. Wie groß die Senkung ausfallen könnte, lässt sich Blatt zufolge nicht pauschal sagen. Es wäre sicher auch nicht bei jeder Kasse gleich. Viele Krankenkassen müssten nun ihre verbrauchten Rücklagen erst einmal wieder aufbauen.
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Medizin
expanda Hämophilie und Hämostase 2026

Von-Willebrand-Erkrankung: Leitlinien-Update und neue Daten zur Prophylaxe

Im Rahmen des Online-Seminars „expanda Hämophilie und Hämostase" referierte Dr. Carmen Escuriola-Ettingshausen, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin in der Praxisgemeinschaft am Hämophilie-Zentrum Rhein Main (HZRM) in Frankfurt, über aktuelle Entwicklungen bei der Von-Willebrand-Erkrankung. In diesem Video gibt sie einen Überblick über den Stand der internationalen Leitlinien und stellt neue Studiendaten zur Langzeitprophylaxe mit plasmatischen und rekombinanten Von-Willebrand-Faktor-Konzentraten vor.
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Gallengangskarzinom
Cholangiozelluläres Karzinom: neue Erkenntnisse zur personalisierten Therapie

Cholangiozelluläres Karzinom: neue Erkenntnisse zur personalisierten Therapie

Das cholangiozelluläre Karzinom (CCA) ist ein seltener Tumor, dessen Inzidenz und Mortalität weltweit jedoch kontinuierlich zunehmen [1]. Trotz Fortschritten in der Systemtherapie in den letzten Jahren liegt das mittlere Überleben für Patient:innen mit inoperablen Tumoren weiterhin bei weniger als 13 Monaten [2, 3]. Zu den biliären Tumoren (BTC) zählen das intrahepatische (iCCA), das perihiläre (pCCA) und das distale Cholangiokarzinom (dCCA), wobei pCCA und dCCA als extrahepatische Cholangiokarzinome (eCCA) zusammengefasst werden, sowie das Gallenblasenkarzinom [4]. Die molekularen Profile unterscheiden sich in den unterschiedlichen Lokalisationen: beispielsweise treten die bereits heute Therapie-relevanten IDH1-Mutationen überwiegend und FGFR2-Fusionen sogar nahezu ausschließlich bei iCCA auf, wohingegen pathogene KRAS-Varianten oder ERBB2 (HER2)-Überexpression häufiger bei eCCA vorkommen.
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Magenkarzinom
Mann hält Magen-Modell vor sich (Gastritis, Ulzera, Krebs)
Aktualisierte Leitlinie: State-of-the-art

Von der Leitlinie in die Praxis: Aktuelles Management des Magenkarzinoms

Das Magenkarzinom nimmt aktuell den 5. Platz unter den Krebserkrankungen bezüglich Mortalität ein und gehört somit zu den häufigsten Krebstodesursachen weltweit. Während des letzten Jahrhunderts sank zwar die altersstandardisierte Inzidenz des Magenkarzinoms, jedoch stieg die Gesamtzahl der Fälle, vermutlich bedingt durch die Alterung der Bevölkerung in Asien [1, 2]. Fortschritte in Diagnostik und Therapie haben das Management komplexer und individueller gemacht. Frühstadien sind oft heilbar durch eine Kombination aus Chirurgie und systemischer Therapie. Bei lokal fortgeschrittenen Tumoren verbessert die perioperative Chemotherapie das Überleben – seit kurzem nun auch ergänzt durch Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) [3].
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Ösophaguskarzinom
Prähabilitationskonzepte reduzieren Anastomoseninsuffizienzen nach Ösophagektomie – eine systematische Analyse

Prähabilitationskonzepte reduzieren Anastomoseninsuffizienzen nach Ösophagektomie – eine systematische Analyse

Anastomoseninsuffizienzen (AI) nach Ösophagektomien zählen mit einer Inzidenz zwischen 8 und 19% zu den schwerwiegendsten postoperativen Komplikationen und sind mit erhöhter Morbidität, Mortalität, verlängertem Krankenhausaufenthalt, hohen Kosten, erhöhter Rezidivrate und verringerter Lebensqualität assoziiert. Zu den Risikofaktoren zählen kardiovaskuläre, pulmonale, renale und metabolische Erkrankungen, Raucherstatus sowie Tumor- und Resektionsausmaß. Die folgende systematische Literaturanalyse zeigt den Einfluss präoperativer Interventionen im Sinne der Prähabilitation zur Modifikation der Risikofaktoren und somit Reduktion der AI-Rate.
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Ösophaguskarzinom
Schematische Darstellung eines Ösophaguskarzinoms

Optimierung der Tumorchirurgie beim Ösophaguskarzinom: Prophylaktische Pylorusdilatation zur Komplikationsreduktion

Die minimal-invasive Chirurgie hat sich in Deutschland als integraler Bestandteil der multimodalen Therapie des Ösophaguskarzinoms etabliert. Neben chirurgischen Vorteilen und onkologischer Ebenbürtigkeit gegenüber der offenen Resektion rücken funktionelle Ergebnisse verstärkt in den Fokus der klinischen Versorgung. Zentrale Aufgabe der Speiseröhre ist der gerichtete Transport der Nahrung in den Magen. Nach Ösophagusresektion mit Rekonstruktion durch einen Magenschlauch stellt die verzögerte Magenschlauchentleerung (delayed gastric conduit emptying, DGCE) eine häufige funktionelle Komplikation dar. Sie ist mit einer erhöhten Morbidität sowie einem prolongierten Krankenhausaufenthalt assoziiert und besitzt klinische Bedeutung auch über die chirurgische Fachdisziplin hinaus. Wir beleuchten Therapie­optionen der DGCE mit Fokus auf die prophylaktische Pylorusdilatation, deren Nutzen in der prospektiven, multizentrischen PROPPER-Studie untersucht wird.
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