Journal Onkologie

Aktuelles

Neue Therapien wie CAR-T-Zellen, bispezifische Antikörper und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate verändern den Pflegealltag in der Onkologie und Hämatologie grundlegend. Teams müssen Nebenwirkungen wie das Zytokin-Freisetzungssyndrom oder Neurotoxizitäten (ICANS bzw. non-ICANS) früh erkennen und lernen mit jeder neuen Substanz dazu. Gleichzeitig verlagern sich immer mehr Behandlungen in Tageskliniken und Ambulanzen. Antje Blum, Chefredakteurin des JOURNAL ONKOLOGIE und JOURNAL HÄMATOLOGIE, spricht mit den Pflegeexpertinnen Eva Klein (NCT Heidelberg) und Damaris Weeber (Universitätsklinikum Heidelberg) darüber, was das für Patient:innen, Angehörige und Pflegeteams bedeutet.
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Die Europäische Kommission hat die Zulassung von Enfortumab Vedotin in Kombination mit Pembrolizumab erweitert. Die Kombination ist nun als neoadjuvante Behandlung (vor der Operation) und anschließende adjuvante Behandlung (nach der radikalen Zystektomie) für erwachsene Patient:innen mit resezierbarem muskelinvasivem Blasenkrebs (MIBC) in der Europäischen Union (EU) zugelassen, unabhängig von der Cisplatin-Eignung. Die Zulassung basiert auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie EV-304 (KEYNOTE-B15) [1]. Sie erweitert die bestehende EU-Zulassung für Erwachsene, für die keine Cisplatin-Therapie infrage kommt.
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NSCLC
 2 Min|
NSCLC: Therapiefortschritte allerorten – immunonkologisch und zielgerichtet

NSCLC: Therapiefortschritte allerorten – immunonkologisch und zielgerichtet

Es gibt kaum eine maligne Erkrankung, bei der therapeutische Fortschritte in den vergangenen Jahren eine solche Dynamik entfaltet haben wie beim NSCLC. Dies betrifft sowohl immunonkologische Strategien bei Erkrankten ohne adressierbare genetische Treiberalterationen (ADA) sowie zielgerichtete Therapien bei denjenigen mit ADA. Bei einem Symposium im Rahmen der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2026 in Madrid, Spanien, fassten Expert:innen aktuelle Erfolge zusammen und wagten einen Blick in die Zukunft.
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Barmer warnt vor überlasteten Notaufnahmen

Die Krankenkasse Barmer hält die vom Bundestag beschlossene Notfallreform nicht für ausreichend, um die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu entlasten. Barmer-Chef Christoph Straub forderte in Berlin die Einführung einer verpflichtenden Telefonberatung. Das vor zwei Wochen verabschiedete Gesetz greife zu kurz, weil es eine vorherige Ersteinschätzung zwar vorsehe, aber nicht zwingend vorschreibe. „Ohne eine klare Vorgabe ist der Erfolg der Reform fraglich“, sagte Straub bei der Vorstellung des Barmer-Krankenhausreports.
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Endometriumkarzinom
 4 Min|
Endometriumkarzinom: Durvalumab-basierte Erstlinienregime mit nachfolgender Erhaltung zeigen in zweiter Interimsanalyse positiven Trend beim Gesamtüberleben
ESMO 2026

Endometriumkarzinom: Durvalumab-basierte Erstlinienregime mit nachfolgender Erhaltung zeigen in zweiter Interimsanalyse positiven Trend beim Gesamtüberleben

Frauen mit fortgeschrittenem oder rezidivierten Endometriumkarzinom profitieren von einer Erstlinien-Immuntherapie mit Durvalumab ergänzend zur Chemotherapie, gefolgt von einer Durvalumab-Monotherapie oder Durvalumab + PARP-Inhibition als Erhaltungstherapie mit einem signifikant verlängerten progressionfreien Intervall. Das zeigen die bereits publizierten Daten der Phase-III-Studie DUO-E [1], die nachfolgend zu Zulassungen in diesen Settings geführt hatten. In einer zweiten Interimsanalyse, vorgestellt bei der Jahrestagung bei der European Society for Medical Oncology (ESMO wurde die mit Spannung erwartete zweite Interimsanalyse zum Gesamtüberleben vorgestellt [2].
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Sarkome
 4 Min|
ESMO 2026

Hoffnung für junge Erkrankte mit r/r Osteosarkom: neues ADC Ris-Rez verzögert Progression gegenüber Chemotherapie

Für die meist jungen Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem (r/r) Osteosarkom sind bislang nur begrenzte Therapieoptionen verfügbar; die seit Jahrzehnten eingesetzte Chemotherapie ist lediglich eingeschränkt wirksam. Bei der Jahrestagung der European Society für Medical Oncology (ESMO) 2026 wurde nun der erste therapeutische Fortschritt beim Osteosarkom seit Jahrzehnten verkündet. Die Ergebnisse der chinesischen Phase-III-Studie ARTEMIS-011 mit dem gegen B7-H3 gerichteten Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Risvutatug Rezetecan (Ris-Rez) eröffnen einen neuen Behandlungsansatz für diese schwer therapierbare Erkrankung: Riz-Rez reduzierte das Risiko für Krankheitsprogression oder Tod gegenüber Chemotherapie signifikant und in klinisch relevantem Umfang [1].
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SCLC
 3 Min|
„Fortschritt in Aktion“: Neue und zukünftige Erstlinien-Behandlungsoptionen beim ES-SCLC
ESMO 2026

„Fortschritt in Aktion“: Neue und zukünftige Erstlinien-Behandlungsoptionen beim ES-SCLC

Nach drei Dekaden begrenzter Fortschritte in der Behandlung des kleinzelligen Lungenkarzinoms im Stadium Extensive Stage (ES-SCLC), in denen die mäßig wirksame Chemotherapie mit Platin/Etoposid der Therapiestandard in der Erstlinie war, erleben wir aktuell eine „Dekade der transformativen Forschung“ und „Fortschritt in Aktion“, berichtete Prof. Martin Reck, Großhansdorf, im Rahmen der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2026 in Madrid, Spanien [1]. Der Experte gab einen Überblick über aktuelle Entwicklungen, die die Outcomes von Betroffenen in den letzten Jahren verbessert haben, und wagte einen Blick in die Zukunft.
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Krankenhausstatistik 2025: Rund 17,7 Millionen Patient:innen vollstationär behandelt

Rund 17,7 Millionen Patient:innen wurden vergangenes Jahr in Deutschland vollstationär in einem Krankenhaus behandelt. Das waren 1,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Die Zahlen liegen weiter deutlich unterhalb des Vor-Corona-Niveaus: Zwischen 2014 und 2019 waren jedes Jahr mehr als 19 Millionen Menschen in Krankenhäusern behandelt worden.
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O-Ton Onkologie
 2 Min|

Catumaxomab: intraperitoneal treatment for malignant ascites to improve quality of life

Malignant ascites presents a significant clinical challenge for patients with advanced cancer. Repeated paracentesis can provide temporary symptom relief but may be associated with procedural risks and a considerable burden for patients. Catumaxomab is an approved intraperitoneal immunotherapy for the treatment of malignant ascites in patients with EpCAM-positive carcinomas who are not eligible for further systemic anticancer therapy. In this episode of O-Ton Oncology Extra, Professor Klaus Pietzner, senior managing doctor at Charité – Universitätsmedizin Berlin, shares practical insights into the use of catumaxomab, exploring its distinctive bispecific, trifunctional mechanism of action, patient selection, treatment-related adverse events and the clinical considerations involved in managing malignant ascites when systemic treatment options are no longer appropriate.
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NSCLC
 2 Min|
TKI-Kombination bei Resistenz gegen Osimertinib aufgrund von Überexpression oder Amplifikation von MET
ESMO 2026

TKI-Kombination bei Resistenz gegen Osimertinib aufgrund von Überexpression oder Amplifikation von MET

Auch hochwirksame EGFR-Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) der dritten Generation wie Osimertinib sind beim EGFR-mutierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) nur für begrenzte Zeit wirksam; den daraufhin häufig angewendeten Chemotherapien ist ebenfalls meist kein längerer Erfolg beschieden. Mit einer Kombination aus einem EGFR- und einem MET-Tyrosinkinaseinhibitor (TKI) lässt sich dieses Problem umgehen und die Prognose dieser Patient:innen deutlich verbessern, wie Shun Lu, Shanghai, beim ESMO-Kongress in Madrid berichtete.
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NSCLC
 2 Min|
Neues Antikörper-Toxin-Konjugat beim TKI-refraktären EGFR-mutierten Nicht-Plattenepithelkarzinom der Lunge
ESMO 2026

Neues Antikörper-Toxin-Konjugat beim TKI-refraktären EGFR-mutierten Nicht-Plattenepithelkarzinom der Lunge

Patient:innen mit EGFR-mutiertem nicht-squamösem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC), die auf einen Drittgenerations-EGFR-Tyrosinkinaseinhibitor (TKI) nicht mehr ansprechen, könnten künftig von einem in China entwickelten bispezifischen, gegen den EGFR und gegen HER3 gerichteten Antikörper-Toxin-Konjugat (ADC) profitieren: Es konnte in einer Phase-III-Studie das progressionsfreie Überleben verdoppeln, wie Li Zhang, Guangzhou, beim ESMO-Kongress in Madrid berichtete.
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Prostatakarzinom
 4 Min|
EIn Arzt im weißen Kittel hat ein 3D-Modell des männlcihen Urogenitaltraktes in der rechten Hand und klärt einen Patienten mit hellblauem Hemd über Prostataerkrankungen auf.
ESMO 2026

Prostatakarzinom: Darolutamid als Add-on zu ADT und Strahlentherapie senkt Risiko für Metastasierung oder Tod um 58%

Erkrankte mit Prostatakarzinom und sehr hohem Rezidivrisiko, die den selektiven Androgenrezeptor-Antagonisten Darolutamid ergänzend zur Standardtherapie aus Androgendeprivationstherapie (ADT) und Strahlentherapie (RT) erhalten, profitierten mit einer signifikanten und klinisch relevanten Reduktion des Risikos für Metastasierung oder Tod gegenüber Placebo. Das sind die Ergebnisse einer Zwischenanalyse der Phase-III-Studie DASL-HiCaP (ANZUP 1801), die als Late-Breaking Abstract im Presidential Symposium I beim Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2026 vorgestellt wurden [1]. Auch bei sekundären Endpunkten zeigten sich Verbesserungen [1]. Damit könnte Darolutamid künftig möglicherweise dazu beitragen, das Fortschreiten der Erkrankung bei Patienten, die trotz primär kurativ intendierter Behandlung ein sehr hohes Progressionsrisiko aufweisen, zu reduzieren bzw. zu verzögern. Die finale Analyse der Studie steht aber noch aus.
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