Journal Onkologie

Aktuelles

Etwa einer von 100.000 Einwohnern in Deutschland erkrankt jedes Jahr an einem kutanen Lymphom. Bei diesem Hautkrebs, der aussehen kann wie ein Ekzem oder Schuppenflechte, vermehren sich weiße Blutkörperchen (Lymphozyten) unkontrolliert in der Haut. Die S2k-Leitlinie „Kutane Lymphome“ der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Krebsgesellschaft unterscheidet langsame und aggressive Formen und beschreibt Diagnostik, Klassifikation und Therapie. Prof. Dr. Chalid Assaf, Krefeld, gibt einen Einblick in die Aktualisierung der Leitlinie. Diese wird auch auf dem Deutschen Hautkrebskongress vom 9.-11.9.2026 in Leipzig diskutiert.
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Eine neue Methode könnte künftig helfen, die wirksamste Chemotherapie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs vorherzusagen. Im Labor soll der Effekt gängiger Wirkstoffe auf das individuelle Krebsgewebe getestet werden, bevor Patient:innen mit einem von ihnen behandelt wird. Damit könnte schon im Vorweg die Chemotherapie ausgewählt werden, die im individuellen Fall den größten Erfolg verspricht. Bislang zeigt sich dieser Erfolg erst nach der Behandlung. Die Methode haben Forschende des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, und der Universität zu Lübeck in der renommierten Fachzeitschrift npj Precision Oncology (Nature Portfolio) beschrieben [1].
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Medizin
 2 Min|

Divarasib: neuer Maßstab beim KRAS-G12C-mutierten NSCLC?

Trotz erster Fortschritte bleibt der medizinische Bedarf beim KRAS-G12C-mutierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) enorm. Inhibitoren der zweiten Generation eröffnen nun die Chance auf eine signifikant verlängerte Krankheitskontrolle bei gleichzeitig erhaltener Lebensqualität. „Besonders die Perspektive auf Chemotherapie-freie Kombinationstherapien in der Erstlinie, auch bei einer PD-L1-Expression < 50%, ist ein Meilenstein. Um dieses Potenzial für die Betroffenen voll auszuschöpfen, ist eine umfassende molekulare Testung direkt bei Diagnosestellung unerlässlich“, sagt PD Dr. Nikolaj Frost, Ärztliche Leitung Arbeitsbereich Thorakale Onkologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin.
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Prostatakarzinom
 3 Min|
Prostatakarzinom: Fettreiche Ernährung könnte Überleben beeinflussen

Prostatakarzinom: Fettreiche Ernährung könnte Überleben beeinflussen

Wie beeinflusst die Ernährung nach der Diagnose eines nichtmetastasierten Prostatakarzinoms das Langzeitüberleben der Patienten? Eine Kohortenstudie im Rahmen der Health Professionals Follow-Up Study ging dieser Frage nach und untersuchte den Zusammenhang zwischen der postdiagnostischen Aufnahme unterschiedlicher Nahrungsfette und der Gesamtmortalität sowie krankheitsspezifischen Todesursachen. Die Ergebnisse liefern konkrete Anhaltspunkte für evidenzbasierte Ernährungsempfehlungen in der Survivorship-Betreuung.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Hoch funktionelle CAR-T-Zellen als prädiktiver Biomarker

CAR-T-Zell-Therapien werden erfolgreich zur Behandlung bestimmter hämatologischer Neoplasien eingesetzt. Doch während die Immuntherapie bei einigen Patient:innen bereits in niedriger Dosierung wirkt, zeigt dies bei anderen keine Wirkung. Warum das so ist, nahmen Forschende der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und des Berlin Institute of Health in der Charité in einem Verbundprojekt in den Blick. Sie haben eine bestimmte Untergruppe von CAR-T-Zellen identifiziert, die den Erfolg niedrig dosierter Therapien maßgeblich beeinflusst und in Zukunft als Biomarker zum Einsatz kommen könnte. Die Ergebnisse sind in Nature Communications erschienen.
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Medizin
 3 Min|
Neue Schwachstelle bei SCLC entdeckt

Neue Schwachstelle bei SCLC entdeckt

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Dr. Lucia Torres Fernández aus den Arbeitsgruppen von Professorin Dr. Julie George und Professor Dr. Roman Thomas an der Universität zu Köln hat eine kritische Abhängigkeit des kleinzelligen Lungenkrebses (SCLC) identifiziert, die sich therapeutisch nutzen lässt. Die Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Molecular Cancer, zeigt erstmals, dass Tumorzellen des SCLC auf den Nonsense-Mediated mRNA Decay (NMD)-Signalweg angewiesen sind, um ihre extrem hohe Mutationslast zu bewältigen. Dieser Mechanismus ermöglicht es den Tumorzellen, schädliche Mutationsprodukte abzubauen und so ihr Überleben zu sichern, macht sie gleichzeitig jedoch angreifbar für neue Therapieansätze.
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Ösophaguskarzinom
 4 Min|

Nivolumab-Kombinationen beim Ösophaguskarzinom – 5-Jahres-Daten der CheckMate 648-Studie zeigen anhaltenden Überlebensvorteil

Standardchemotherapie-Regime bieten Patient:innen mit fortgeschrittenem plattenepithelialem Ösophaguskarzinom ein medianes Gesamtüberleben von weniger als einem Jahr. Die CheckMate 648-Studie hatte bereits zuvor gezeigt, dass Nivolumab-basierte Kombinationstherapien – entweder mit Chemotherapie oder mit Ipilimumab – der alleinigen Chemotherapie überlegen sind. Nun liegen Langzeitergebnisse mit einer minimalen Nachbeobachtungszeit von fünf Jahren vor [1]. Die Erstlinienbehandlung mit Nivolumab plus Chemotherapie und Nivolumab plus Ipilimumab zeigt weiterhin einen klinisch bedeutsamen Gesamtüberlebensvorteil im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie. Beide Nivolumab-basierten Behandlungsgruppen erreichten zudem höhere Ansprechraten und längere Ansprechdauern bei Patient:innen mit PD-L1-Expression ≥1%. Der größte Überlebensvorteil wurde in dieser PD-L1-positiven Subgruppe beobachtet.
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Medizin
 3 Min|
Wie viel Krankheitslast im mBC verträgt die orale SERD-Therapie?

Wie viel Krankheitslast im mBC verträgt die orale SERD-Therapie?

Das Metastasierungsmuster beeinflusst beim ER+/HER2– metastasierten Mammakarzinom (mBC) maßgeblich den Krankheitsverlauf. Während solitäre Knochenmetastasen klinisch häufig über längere Zeit stabil bleiben, geht ein viszeraler Befall der Leber oder Lunge mit einer ungünstigen Tumorbiologie, gesteigerter Krankheitslast und einer ungünstigeren Prognose einher. Für die klinische Praxis stellt sich in diesen aggressiveren Szenarien oft die Frage, welche Therapie nach dem Versagen eines CDK4/6-Inhibitors ausreichend effektiv ist. Die aktuellen Empfehlungen der AGO besagen einen klaren endokrinen Ansatz: Sofern eine Patientin endokrin sensitiv ist, empfiehlt die Leitlinie selbst bei viszeraler Metastasierung eine endokrine Therapie [1]. Die Daten zu Elacestrant zeigen, dass diese moderne endokrine Option auch bei hoher Tumorlast die endokrine Sensitivität  wirksam nutzt [2]*.
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Nierenzellkarzinom
 3 Min|
Adjuvantes Pembrolizumab beim klarzelligen Nierenzellkarzinom: 5-Jahres-Daten bestätigen Überlebensvorteil

Adjuvantes Pembrolizumab beim klarzelligen Nierenzellkarzinom: 5-Jahres-Daten bestätigen Überlebensvorteil

Die randomisierte Phase-III-Studie KEYNOTE-564 hat adjuvantes Pembrolizumab nach Nephrektomie bei Patient:innen mit klarzelligem Nierenzellkarzinom (ccRCC) und erhöhtem Rezidivrisiko als Therapiestandard etabliert. Die vierte präspezifizierte Interimsanalyse mit einer minimalen Nachbeobachtungszeit von fünf Jahren bestätigt einen anhaltenden Vorteil von Pembrolizumab gegenüber Placebo im krankheitsfreien Überleben (DFS) und im Gesamtüberleben (OS), konsistent über zentrale Subgruppen sowie mehrere explorative Endpunkte hinweg.
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