Journal Onkologie

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Medizin
 4 Min|
Neues Gewebemodell zeigt, wie Glioblastomzellen in das Gehirn eindringen

Neues Gewebemodell zeigt, wie Glioblastomzellen in das Gehirn eindringen

Das Glioblastom ist ein aggressiver Hirntumor, der weit in das umliegende Hirngewebe einwächst. Auch nach der Operation bleiben deshalb Tumorzellen im Gehirn zurück und der Tumor tritt erneut auf. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben mit Core2Edge ein vollständig auf menschlichem Gewebe basierendes Modell entwickelt, das diese schwer zugänglichen Randbereiche des Tumors realitätsnah abbildet. Damit lässt sich die Invasionsfront untersuchen und neue Wirkstoffkandidaten lassen sich direkt an humanem Gewebe testen – und das ohne Tierversuche. Die Arbeit der Brain Tumor Translational Research Group wurde jetzt in der Fachzeitschrift Nature Protocols veröffentlicht.
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Medizin
 3 Min|

Neue Software „spatialproteomics" vereinfacht Analyse komplexer Gewebebilder

Dank moderner Bildgebungsverfahren ist es inzwischen möglich, mit nur einer Gewebeprobe zu ermitteln, welche Zellen im Gewebe vorhanden sind und wie diese organisiert sind. Ein Fortschritt, der die Diagnostik und Erforschung verschiedener Erkrankungen maßgeblich vereinfacht hat. Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU), des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) und des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie (EMBL) hat nun eine Software entwickelt, die bei der Analyse dieser Ergebnisse künftig unterstützen soll. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden nun in der Fachzeitschrift Nature Methods [1].
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ASCO 2026

Cabozantinib zeigt konsistenten Vorteil bei RCC und NET unabhängig von Tumormerkmalen

Auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 präsentierte Subgruppenanalysen zeigen einen relativen Therapievorteil für den Multi-Tyrosinkinaseinhibitor Cabozantinib bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (aRCC, Kombinationstherapie mit Nivolumab) vs. Sunitinib und neuroendokrinen Tumoren (NET, Monotherapie) vs. Placebo unabhängig von patientenindividuellen Tumorcharakteristika.
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Medizin
 2 Min|
CHMP empfiehlt Zulassung von Sacituzumab govitecan + Pembrolizumab bei PD-L1-positivem metastasiertem TNBC

CHMP empfiehlt Zulassung von Sacituzumab govitecan + Pembrolizumab bei PD-L1-positivem metastasiertem TNBC

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Stellungnahme verabschiedet und empfiehlt die Zulassung von Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit nicht resezierbarem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs (TNBC), die keine vorherige systemische Therapie bei metastasierter Erkrankung erhalten haben und deren Tumoren PD-L1 mit einem kombinierten positiven Score von mindestens 10 exprimieren. Mit einer Entscheidung der Europäischen Kommission zu dieser Indikation wird im weiteren Verlauf des Jahres 2026 gerechnet.
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Medizin
 3 Min|

CROWN-Studie: 7-Jahres-Daten setzen neue Maßstäbe beim ALK+ aNSCLC

Kürzlich wurden aktuelle Langzeit-Follow-up-Daten aus der Phase-III-Studie CROWN veröffentlicht, in der Lorlatinib im Vergleich zu Crizotinib bei Patient:innen mit nicht vorbehandeltem ALK-positivem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (ALK+ aNSCLC) in der Erstlinie untersucht wurde. Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von sieben Jahren wurde das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) basierend auf der Beurteilung durch die Prüfärzt:innen mit Lorlatinib nicht erreicht. 55% der mit Lorlatinib behandelten Patient:innen waren nach sieben Jahren noch am Leben und progressionsfrei, verglichen mit 3% im Crizotinib-Behandlungsarm.
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Gesundheitspolitik
 1 Min|

Mehrkosten für Rollatoren und Hörgeräte steigen

Die Mehrkosten, die Krankenversicherte für Rollatoren, Hörgerät und andere Hilfsmittel aus eigener Tasche zahlen, sind im vergangenen Jahr im Schnitt um jeweils 10 auf 159 Euro gestiegen. Laut einem Bericht des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherungen bezogen die Versicherten 78% der Hilfsmittel mehrkostenfrei. Dies liege im Trend der vergangenen Jahre. Wer einen Rollator, ein Hörgerät oder Schuheinlagen benötigt, muss den Eigenanteil zahlen.
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Medizin
 4 Min|

Neue App zur personalisierten Unterstützung bei erblichem Brust- und Eierstockkrebs

Wer einen Verdacht auf familiären Brust- und Eierstockkrebs hat, braucht oft viel Unterstützung. Besonders nach einer genetischen Beratung und einer Mitteilung eines positiven Testergebnisses fühlen sich viele Frauen allein gelassen. Das macht oft großen seelischen Stress. Forschende der MHH haben die GenE³-App entwickelt, um Betroffenen zu helfen. Die digitale Anwendung funktioniert über einen Chatbot und bietet sichere, personalisierte und verlässliche Informationen rund um das Thema. Jetzt wird die App in einer Studie auf ihre Wirksamkeit getestet.
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Thorakale Tumoren
 23 Min|
Das Foto zeigt einen transparenten Oberkörper mit einem rötlichen Lungentumor in einem Lungenflügel.
Klinische Studien zeigen konsistent klinisch relevanten Vorteil durch Checkpoint-Inhibitor-Gabe

Perioperative Therapieoptionen beim resektablen NSCLC

Mit der Einführung der perioperativen Immunchemotherapie hat sich für die Behandlung der frühen Stadien beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) ein Paradigmenwechsel ergeben. Die Resektion ist in der Behandlung des resektablen NSCLC der Goldstand der kurativ intendierten Therapie. Auch der Platin-basierten Chemotherapie kommt weiterhin ein hoher Stellenwert zu. Der konsistente Nutzen der perioperativen Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren plus Platin-haltiger Chemotherapie, der zur Zulassung von bisher 4 Checkpoint-Inhibitoren für diese Indikation geführt hat, macht die Immuntherapie zu einer wichtigen Therapiesäule für Patient:innen mit resektablen Tumoren und hohem Rezidivrisiko [1-4]. Lesen Sie in dieser CME-Publikation, welche Ergebnisse in den Zulassungsstudien mit den Checkpoint-Inhibitoren im neoadjuvanten und perioperativen Setting beim resektablen NSCLC erreicht wurden und wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Therapieoptionen bestehen.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Follikuläres Lymphom: Epcoritamab-Kombinationstherapie ab dem 1. Rezidiv zugelassen

Die Herausforderung in der Behandlung des follikulären Lymphoms (FL) liegt im Rezidiv. Hier kann ab sofort der bispezifische Antikörper Epcoritamab zusammen mit Rituximab und Lenalidomid (R2) in allen Therapielinien eingesetzt werden. Gegenüber R2 alleine zeigte sich die neue Therapiekombination sowohl beim progressionsfreien Überleben als auch bei der Gesamtansprechrate signifikant überlegen.
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Urologische Tumoren
 12 Min|
Auf Handydisplay steht "Erinnerungen: Tumornachsorge"

Risikogesteuerte Nachsorge bei testikulären Keimzelltumoren

Ziel der Nachsorge bei Keimzelltumoren ist das frühzeitige Erkennen von Rezidiven. Aufgrund der klinischen Vielfalt der Keimzelltumoren gibt es mehr als 20 verschiedene Risikokonstellationen mit jeweils spezifischen Häufigkeiten, Zeitfenstern und Lokalisationen für Rezidive. In der Praxis werden 3 Risikogruppen unterschieden: (1) Seminome, (2) Nichtseminome im Stadium I und (3) Nichtseminome alle anderen Stadien. In entsprechenden Nachsorgetafeln werden die erforderlichen Untersuchungen schematisch aufgelistet. Die hier vorgestellten Nachsorgeempfehlungen unterscheiden sich von den Empfehlungen der S3-Leitlinie (2020) vor allem durch Ersatz der Computertomographie (CT) durch Magnet­resonanztomographie (MRT) aus Strahlenschutzgründen und durch Verzicht auf Röntgen-Thorax in der Nachsorge des Seminoms. Die Nachsorge zielt auch auf die Erkennung von Sekundärerkrankungen und Spättoxizitäten, wie Hypogonadismus, Metabolisches Syndrom, kardiovaskuläre Erkrankungen und Zweitneoplasien ab.
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Urologische Tumoren
 10 Min|
Die 3D-Abb. zeigt Penis und Hoden, im rechten Hoden ist eine tumoröse Masse.

Testikuläre Keimzelltumoren: Neue molekulare Erkenntnisse zur Tumorentstehung und Therapieresistenz

Testikuläre Keimzelltumoren (KZT) des Typs II sind die häufigste maligne Erkrankung junger Männer und stellen im klinischen Alltag trotz in den meisten Fällen hoher Heilungsraten eine Herausforderung bei metastasierten oder therapieresistenten Verläufen dar. Neue molekulare Erkenntnisse zeigen, dass zelluläre Plastizität und therapieinduzierte Differenzierungsprozesse maßgeblich zur Entstehung resistenter Tumorpopulationen beitragen, einschließlich seltener Entitäten wie dem sarkomatoiden Dottersacktumor (sarkDST), dem „Growing Teratoma“-Syndrom (GTS) oder der somatisch malignen Transformation (STM). Die Identifikation molekularer Marker und die Entwicklung zielgerichteter Therapien sind daher entscheidend, um die Behandlung und Prognose von diesen Hochrisiko-Patienten in Zukunft zu verbessern.
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