Journal Onkologie
Medizin

Patient:innen über hohes Infektionsrisiko aufklären

In den ersten Wochen und Monaten nach einer Stammzelltransplantation muss sich das blutbildende System und somit auch das Immunsystem neu aufbauen. Während dieser Zeit können verschiedene Komplikationen auftreten. Insbesondere das Risiko von Infektionen ist hoch. Ein umfassendes Wissen und eine gute Vorbereitung helfen dabei, Probleme frühzeitig zu erkennen und Infektionen durch vorbeugende Maßnahmen bestmöglich zu verhindern.

Für nahezu alle Lebensbereiche gibt es praktische Hinweise

Welche Vorgänge spielen sich nach der Stammzelltransplantation in Knochenmark und Immunsystem ab? Darauf gibt der Ratgeber Antworten. Dabei werden auch mögliche Komplikationen thematisiert, etwa die Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion (GvHD) sowie Probleme an verschiedenen Organen, Muskeln und Bindegewebe, Schleimhäuten, Blutgefäßen und Nervensystem. Vorbeugende Maßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten werden vorgestellt. Welche Früherkennungs- und Nachsorgeuntersuchungen sind wichtig? Auch darum dreht sich ein Kapitel. Ein Schwerpunkt des Ratgebers liegt auf Infektionsrisiken, Infektionsvermeidung und Impfempfehlungen. Für nahezu alle Lebensbereiche gibt es praktische Hinweise: Körperpflege, Kontakt zu Besucher:innen, Haustieren und Pflanzen, Hausarbeit, Reisen, Beruf und Sexualität. Ein Fokus wird außerdem auf die Ernährung gelegt, insbesondere unter den Gesichtspunkten Hygiene und Lebensmittelverträglichkeit. Weitere Kapitel behandeln seelische und soziale Folgen, neuropsychologische und sozialrechtliche Aspekte sowie die Bedeutung von Sport und Bewegung. Am Ende der Broschüre finden sich hilfreiche Adressen, Links und weiterführende Literatur. Der Ratgeber kann unter www.leukaemie-hilfe.de kostenfrei angefordert werden.

Die Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe (DLH e.V.)

Die Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe (DLH e.V.) ist der Bundesverband der Selbsthilfeorganisationen zur Unterstützung von Erwachsenen mit Leukämien und Lymphomen. Neben der Information und Betreuung der Selbsthilfegruppen ist es der DLH ein Anliegen, die Interessen von Betroffenen mit malignen und nicht-malignen Blut- und Lymphsystemerkrankungen und ihren Angehörigen gegenüber der Politik, den Krankenkassen, ärztlichen Organisationen und anderen Institutionen zu vertreten. Sie hält ein umfangreiches Angebot an Infomaterial für ratsuchende Patient:innen und Angehörige vor. Die DLH steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen Krebshilfe. Sie ist Mitglied im Haus der Krebs-Selbsthilfe Bundesverband e.V. (HKSH-BV) sowie im Paritätischen Gesamtverband und in der BAG Selbsthilfe.

Quelle:

Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe e.V.

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