News | Beiträge ab Seite 2
Medizin
Ab 1. April 2025: Vorsorge-Koloskopie für Frauen jetzt auch ab 50 Jahren
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte am 16. Januar 2025 eine Änderung der Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme beschlossen. Diese Änderung wurde nun am 21. März 2025 im Bundesanzeiger veröffentlicht und tritt damit am 1. April 2025 in Kraft.
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Gesundheitspolitik
Mehr Praxisärzte - aber auch mehr in Teilzeit
Die Zahl der Ärzt:innen in den Praxen nimmt weiter zu, der Trend zur Teilzeitarbeit aber auch. Ende vergangenen Jahres waren 189.551 Ärzt:innen sowie Psychotherapeuti:nnen mit Zulassung zur Versorgung gesetzlich Versicherter tätig - 2.110 mehr als Ende 2023. Das geht aus einer Auswertung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Der Teilzeitanteil im Schnitt aller Fachgruppen stieg zugleich von 35,8% auf 37,9%.
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Entitätsübergreifend
ASCO Leitlinien-Update zum Fertilitätserhalt bei Krebspatient:innen
Die amerikanische Krebsgesellschaft ASCO hat ihre überarbeitete Leitlinie zum Fertilitätserhalt bei Patient:innen mit Krebs veröffentlicht. Ein multidisziplinäres Expertengremium sichtete und bewertete die Literatur und aktualisierte den bestehenden Review aus dem Jahr 2018. Insgesamt 166 Studien bildeten die evidenzbasierte Grundlage für die aktualisierten Empfehlungen.
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Schilddrüsenkarzinom
Schilddrüsenkarzinom: Viele Patient:innen bereuen eine Operation
Das papilläre Schilddrüsenmikrokarzinom (PTMC) ist eine häufige, meist indolente Form von Schilddrüsenkrebs. Bei Patient:innen mit klinisch niedrigem Risiko stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung, darunter die chirurgische Entfernung (Thyreoidektomie) und eine aktive Überwachung (Active Surveillance, AS). In einer multizentrischen Studie wurde nun erstmals untersucht, in welchem Ausmaß Patient:innen eine durchgeführte Schilddrüsenoperation bereuen – und welche Faktoren diese Entscheidung beeinflussen.
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Medizin
HKDC1: Potenzielles Bindeglied zwischen Darmentzündung und Darmkrebs
Menschen mit chronischen Darmentzündungen haben ein erhöhtes Risiko auch an Darmkrebs zu erkranken. Doch die genauen Mechanismen dahinter sind noch weitestgehend unbekannt. Forschende des Exzellenzclusters „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI) und der DFG Forschergruppe „miTarget“ versuchen daher diesen Zusammenhang besser zu verstehen. Nun hat ein Kieler Forschungsteam gezeigt, dass ein Protein, das bei Patient:innen mit chronischen Darmentzündungen ungewöhnlich häufig vorkommt, auch in Verbindung mit Darmkrebs steht. Wird das zuständige Gen bei Krebszellen entfernt, so dass das Protein nicht mehr hergestellt werden kann, wird das Tumorwachstum gehemmt (1).
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Medizin
Abwechslung in der Ernährungstherapie: Hochkalorische Protein-Creme jetzt erhältlich
Ab sofort ist eine neue proteinreiche, hochkalorische Trinknahrung in Cremeform erhältlich, die als Alternative zu herkömmlichen Trinknahrungen gelöffelt werden kann. Die vollbilanzierte Nahrung liefert pro Portion 12 Gramm Protein und 200 Kilokalorien und ist verordnungsfähig. Sie steht in 4 Geschmacksrichtungen zur Verfügung und kann zur abwechslungsreichen Ernährungstherapie beitragen.
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Medizin
mPFS von 9,4 Monaten* mit Elacestrant bei Patient:innen mit ESR1 -mutiertem, hormonrezeptorpositivem (HR+)/HER2-negativem, metastasiertem Brustkrebs1
Neue Daten zu Elacestrant zeigen ein medianes progressionsfreies Überleben (mPFS) von 9,4 Monaten* bei Patient:innen mit ESR1 -mutiertem, hormonrezeptorpositivem (HR+)/HER2-negativem, metastasiertem Brustkrebs.1 Die Real-World-Daten aus den USA, vorgestellt auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) 2024, stärken die bisherigen Erkenntnisse zur Wirksamkeit der Therapieoption mit Elacestrant und erweitern das Verständnis für die Rolle in der klinischen Praxis.
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Medizin
TITAN-Studie: Apalutamid auch bei Risikopatienten wirksam und verträglich
Eine aktuelle Post-hoc-Analyse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie TITAN lieferte kürzlich Hinweise auf eine gute Wirksamkeit und allgemein gute Verträglichkeit von Apalutamid in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) bei Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom (mHSPC), die typische Komorbidiäten hatten (1). Die neuen Daten zum Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitor wurden beim diesjährigen Symposium zu uroonkologischen Tumoren der amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie (ASCO-GU) in San Francisco vorgestellt (1).
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Gesundheitspolitik
Dauerstress ist 2024 Ursache der meisten Fehltage
Ständige Überstunden? Zeitdruck? Zu hohe Ansprüche? Stress mit dem Chef? Mobbing? Existenzängste? Wenn Berufstätige ständig unter Strom stehen, wenn ihnen alles zu viel wird und sie einfach nicht mehr können, werden sie häufig wegen akuter Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen krankgeschrieben.
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Kopf-Hals-Tumoren
Kopf-Hals-Tumoren: Höheres Infektionsrisiko bei Patient:innen mit Psoriasis
Eine aktuelle Studie aus Taiwan zeigt, dass Patient:innen mit Kopf-Hals-Tumoren (HNC) und gleichzeitiger Psoriasis ein signifikant erhöhtes Risiko für Infektionen nach der Krebstherapie haben. Die retrospektive Kohortenstudie, veröffentlicht in BMC Cancer, basiert auf Daten eines tertiären Überweisungszentrums und analysiert den Zusammenhang zwischen Psoriasis, Infektionsrisiko und onkologischen Ergebnissen bei 4.476 HNC-Patient:innen zwischen 2010 und 2021.
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Medizin
Follikuläres Lymphom: Zulassung von Liso-Cel ab der Drittlinie
Die Europäische Kommission hat eine Zulassungserweiterung für Lisocabtagen maraleucel (Liso-Cel) zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem follikulären Lymphom (r/r FL) nach 2 oder mehr Linien einer systemischen Therapie erteilt. Liso-Cel ist eine gegen das Antigen CD19 gerichtete CAR (chimeric antigen receptor)-T-Zelltherapie.
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Mammakarzinom
CDK4/6-Inhibitoren beim frühen Brustkrebs: Wann und wie eskalieren?
Nach der Resektion früher HR+/HER2- Mammakarzinome besteht noch jahrzehntelang ein Risiko für Rezidive. Studiendaten zufolge können adjuvante CDK4/6-Inhibitoren das Überleben ohne invasive Krankheit (iDFS) und ohne Fernmetastasen (DDFS) verbessern. Dabei gilt es im Einzelfall das Risiko umsichtig zu ermitteln, und etwa zwischen Ribociclib und Abemaciclib abzuwägen. Internationale Expert:innen diskutierten zu diesem Thema Fallbeispiele und tauschten sich etwa über Risikodefinitionen aus.
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Gesundheitspolitik
Bundesrat billigt Umbau-Fonds für Kliniken
Für die anlaufende Neuordnung des Kliniknetzes in Deutschland kommt eine milliardenschwere Förderung. Der Bundesrat stimmte einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums mit einigen Änderungen zu, die den Rahmen für einen „Transformationsfonds“ festlegt. Um den Wandel zu unterstützen, sollen daraus von 2026 bis 2035 bis zu 25 Milliarden Euro fließen können - sofern sich Länder in gleicher Höhe an Vorhaben beteiligen.
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Medizin
Durvalumab erhält EU-Zulassung für frühes SCLC als Monotherapie nach platinbasierter Radiochemotherapie
Die Europäische Kommission hat Durvalumab als Immuntherapie für die Behandlung von Erwachsenen mit lokal begrenztem kleinzelligem Lungenkrebs (LS-SCLC) zugelassen, deren Krankheit nach einer platinbasierten Chemoradiotherapie nicht fortgeschritten ist (1). Die Entscheidung basiert auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie ADRIATIC, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden (2).
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Gesundheitspolitik
BPI fordert: Forschungsstandort Deutschland stärken
Der Bundesverband der pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) betont im Zuge der aktuellen Regierungsbildung die Notwendigkeit, Deutschland als führenden Forschungsstandort zu positionieren. „Angesichts der aktuellen Herausforderungen – von geopolitischen Unsicherheiten bis hin zu einer wirtschaftlichen Krise – ist es unerlässlich, Wissenschaft und Innovation mutig voranzutreiben“, sagt BPI-Hauptgeschäftsführer Dr. Kai Joachimsen.
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Medizin
Ribociclib: Zulassungserweiterung beim frühen HR+/HER2- Brustkrebs mit hohem Rezidivrisiko einschließlich Nodalstatus N0 mit Hochrisikomerkmalen
Trotz endokriner Standardtherapie bleibt bei Patientinnena mit frühem HR+/HER2− Brustkrebs ein Rezidivrisiko bestehen. Der Zusatz des CDK4/6 Inhibitors Ribociclib zu einer endokrinen Therapie kann das Risiko für einen Rückfall zusätzlich senken.1
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Medizin
Ovarialkarzinom: Finalanalyse der MIRASOL-Studie zeigt anhaltende signifikante Überlebensvorteile für Mirvetuximab-Soravtansin
Die Phase-III-Studie MIRASOL (1, 2) untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit von Mirvetuximab-Soravtansin im Vergleich zu einer vom Prüfarzt gewählten Chemotherapie (CT) bei Patientinnen mit Folatrezeptor-alpha(FRα)-positivem, high-grade serösem, platinresistentem Ovarialkarzinom. Auf der Jahrestagung der Society of Gynecologic Oncology (SGO) wurde nun die abschließende Analyse vorgestellt. Die Ergebnisse bestätigen die signifikante Überlegenheit des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats (ADC) Mirvetuximab-Soravtansin – sowohl in Bezug auf das progressionsfreie Überleben (PFS) als auch auf das Gesamtüberleben (OS) (1).
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Gesundheitspolitik
Umfrage: Unzufriedenheit mit Gesundheitssystem wächst
Millionen Menschen gehen in Praxen und Kliniken, doch lange Wartezeiten und steigende Beiträge lösen bei vielen Unmut aus. Kommen Lösungen in den Verhandlungen für eine neue Koalition?
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Medizin
Serplulimab: Neue Perspektive bei fortgeschrittenem SCLC
Serplulimab ist der erste Anti-PD-1-Antikörper, der für die Behandlung des fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinoms (ES-SCLC) zugelassen wurde (1, 2). Die Entscheidung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) im Februar 2025 basiert auf den Ergebnissen einer Phase-III-Studie, in der Serplulimab plus Chemotherapie das mediane Gesamtüberleben signifikant um 4,5 Monate gegenüber Placebo plus Chemotherapie verlängerte (2). Auch das progressionsfreie Überleben (PFS) war unter der Kombinationstherapie verbessert, bei einem vergleichbaren Sicherheitsprofil hinsichtlich therapieassoziierter unerwünschter Ereignisse (TEAEs) (2). Die Einführung des Wirkstoffs in Deutschland ist für Mai 2025 geplant.
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Gesundheitspolitik
HIV-Programme ohne US-Gelder: Bedarf an neuer globaler Lösung
Die Weltgemeinschaft hatte sich ein Ziel gesetzt: Aids bis 2030 zu beenden. Die globalen Maßnahmen gegen HIV/Aids waren auf einem guten Weg. Doch nun stehen alle Erfolge der letzten Jahrzehnte auf dem Spiel: Mit dem Rückzug der USA fällt die wichtigste Finanzierungsquelle voraussichtlich weitgehend weg. Wird diese Lücke nicht geschlossen, werden die Folgen verheerend sein: Millionen Aids-Tote, Millionen HIV-Neuinfektionen, Millionen neue Aids-Waisen. Es droht die Rückkehr der Aids-Epidemie, die gerade erst weitgehend eingedämmt worden war.
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